Staatlich anerkanntes
Gymnasium







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Beispielhaftes Bauen

Anbau Speisesaal | Elisabeth-von-Thadden-Schule | Heidelberg

 

Aufgabe

Erweiterung und Umbau

Standort

Klostergasse 2-6, 69123 Heidelberg

Bauherr

Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche Baden, Karlsruhe

Architekten und Bauleitung

Hansjörg Maier und Partner, Heidelberg

Tragwerksplanung

Ing. Büro Gerhard Brauch, Heidelberg

Umfang            200 m²
Baubeginn           2006
Einweihung   April 2007



Die Elisabeth-von-Thadden-Schule befindet sich auf dem weitläufigen, parkähnlichen Gelände des Schlosses im Heidelberger Stadtteil Wieblingen. Das unter Denkmalschutz stehende Schloss mit Nebengebäuden und Gartenanlage wurde im Jahre 1727 errichtet.
1920 gründete, hier im Schloss, Elisabeth von Thadden eine Mädchenschule mit Internat.
Mit Blick auf die sich ändernden Erfordernisse des Schulbetriebes, befindet sich die Institution seitdem immer wieder im baulichen Wandel. Es entstand ein Gebäudeensemble, das sich um den Schulpark gruppiert.

In den Jahren 2006-2007 wurde das Schloss, unter Leitung des Architekturbüros Maier und Partner, umstrukturiert und behutsam restauriert. Das erweiterte Raumprogramm für den Ganztagesbetrieb wurde hier sinnvoll untergebracht. Außerdem ist durch den Einbau eines Aufzuges die barrierefreie Nutzung gewährleistet worden.
Da der Platzbedarf für den Mittagstisch nicht ausreichend war, wurde das Schloss um einen eingeschossigen, flachen Anbau für Speisesaal mit Bibliothek erweitert. Im Untergeschoss sind die Nebenräume der Küche angeordnet.

Das moderne, leicht und transparent wirkende Gebäude tritt in Dialog mit dem denkmalgeschützten Altbau. In Konstruktion und Materialität setzt es sich deutlich vom Bestand ab. Durchblicke und Spiegelungen schaffen eine enge Verbindung von Innen- und Außenräumen.

Eine leichte Dachkonstruktion aus sichtbaren Stahlträgern und Trapezblech wurde auf eine Betonwand und Stahlstützen aufgelegt. Die Fassade des Bestandes bleibt im Innern komplett erhalten und sichtbar. Ehemalige Fenster- und Türöffnungen schaffen ebenerdige, räumliche Verbindung zum Altbau. Hier sind im Erdgeschoss ebenfalls Mensaräume angeordnet.

Die Schauseite des Anbaus ist komplett verglast und hat nach außen öffnende Fenstertüren. Sie gibt den Blick frei auf die Fassade des Schlosses und auf das Schulgelände. Die umlaufende Glasfuge zur Altbaufassade verstärkt die Transparenz. Die äußeren Wandverkleidungen mit roten Fassadentafeln setzen Farbakkzente.

Die Innenraumgestaltung ist geprägt von Sichtbeton und dem hellen Holz der großen Bücher-Regalwand. Die geölten Eichendielen des Bodenbelags schließen niveaugleich an das vorgelagerte Holzdeck an.
Der Übergang zwischen Innen und Außen scheint fließend.