Staatlich anerkanntes
Gymnasium







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Wahrnehmungs- und werteorientierte Schulentwicklung (WWSE)

A. Erstmessung und Start

Im Schuljahr 2011/2012 hat die Schule an dem Programm Wahrnehmungs- und werteorientierte Schulentwicklung (WWSE) teilgenommen und sich Ziele für die interne Schulentwicklung vorgenommen. Diese betrafen die Zusammenarbeit der Lehrkräfte, wenn es um Unterricht geht, die Förderung von Schülerinnen und Schülern, die Unterstützung und Begleitung bei der sozial-emotionalen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sowie das Thema Inklusion am Gymnasium. Im Laufe der letzten Jahre wurden konkrete Maßnahmen beschlossen und umgesetzt, um die Ziele zu erreichen und die Schule weiter zu entwickeln.

Die kleine Übersicht kann zeigen, was konkret in den letzten Jahren zur Umsetzung der vereinbarten Ziele getan wurde und wie die Maßnahmen zusammenhängen.

Lehrkräfte arbeiten zusammen, wenn es um Unterricht geht

  • Hospitation
    • Verpflichtende wechselseitige Hospitation im Schuljahr 2013/14 und 2014/15
    • Ermunterung zur freiwilligen Fortführung im Schuljahr 2015/16
  • Bildung des Jahrgangstufenteams Klasse 8 ab dem Schuljahr 2015/16 als dreijährige Pilotphase
  • Auftrag an die Fachschaften, gemeinsam Schritte zur Verbesserung der Qualität im Unterricht zu vereinbaren und umzusetzen

 

Lehrkräfte fördern das, was ein Schüler gut kann / Lehrkräfte helfen Schülern bei Lernschwierigkeiten / Schüler helfen sich gegenseitig

  • Förderangebote
    • Einrichtung, Evaluierung und Verbesserung des Förderunterrichts in den Hauptfächern als Angebot
    • Einrichtung des Konzepts Schüler helfen Schülern (ShS) im Fach Mathematik
  • Feed-Back-Kultur zur Orientierung
    • Erarbeitung einheitlicher fachbezogener GFS-Bögen
    • Bilanz- und Orientierungsgespräche im Mittelstufenprojekt und Jahrgangsteam

 

Lehrkräften ist die sozial-emotionale Entwicklung der Schüler wichtig

  • Einrichtung von Klassenlehrerstunden auch in Klasse 7-10
  • Klassensprecher- und Patenausbildung
  • Mentoren-System im Mittelstufenprojekt und Jahrgangsteam
  • Einrichtung einer halben Stelle Schulsozialarbeit

 

Unterstützung im Umgang mit besonderen Schülern / Inklusion

  • Einführung in das Thema „Inklusion am Gymnasium“ beim Pädagogischen Tag am 11. November 2013 durch den Beauftragten des Regierungspräsidiums für die Rhein-Neckar-Region (Schulamt Mannheim)
  • Vernetzung mit den entsprechenden Einrichtungen / Unterstützungsangeboten
  • Aufnahme eines zieldifferent zu beschulenden Kindes in Klasse 5 mit Bildungswegekonferenz
  • Fortbildungen für Lehrkräfte zum Thema „Autismus“

 

 

B.   Wiederholungsmessung und Weiterentwicklung

Im Schuljahr 2015/2016 stand nun an, die Resultate zu überprüfen und zu schauen, ob sich bei der Wiederholungsmessung signifikante Veränderungen ergeben.

Als Schule haben wir daraufhin im Dezember 2015 die Wiederholungsmessung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Januar 2016 in der Gesamtlehrerkonferenz, im Elternbeirat und im Schülerrat von Herrn Dr. Wild, dem Leiter des Instituts für Schulentwicklung und Evaluation in Nürnberg-Erlangen, vorgestellt. Trotz des schon bei der Erstmessung im Mai 2012 erzielten hohen Niveaus ergab die Rückmeldung bei allen drei Gruppierungen nochmals eine Verbesserung – erfreulicherweise gerade auch bei den Punkten, die Schwerpunkt der vereinbarten Schulentwicklung waren. Insgesamt zeigt sich eine hohe Zufriedenheit mit der Schule. Auffällig ist, dass nicht etwa die Erwartungen heruntergeschraubt und den Realitäten angepasst wurden, sondern die Vorstellungen von einer idealen Schule gleichbleibend hoch sind und sich die wahrgenommene Realität dem Niveau annähert. Der Schule ist es gemeinsam offenbar gelungen, das Qualitätsniveau durch gezielte und umfangreiche Maßnahmen der inneren Schulentwicklung im Bereich der Organisations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung sogar zu steigern.

Dieser Qualitätsentwicklungsprozess wird weiter fortgesetzt. Erneut wurden in getrennt moderierten Sitzungen auf der Basis der Wiederholungsmessung individuelle Schwerpunktsetzungen durch Lehrer, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler für die zukünftige Arbeit vorgenommen. Auf dieser Grundlage wurden zusammen mit Herrn Dr. Wild gemeinsam die neuen Ziele der Schulentwicklung erarbeitet und danach den Gremien zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt. Die anstehende Arbeit soll sich vornehmlich auf den Bereich Unterrichtsentwicklung konzentrieren. Speziell geht es um die Themen:

  • Individualisierung
    Die Schüler lernen wie sie alleine lernen und arbeiten können

  • Teamarbeit
    Die Lehrkräfte arbeiten zusammen, wenn es um den Unterricht geht

  • Leistungsbemessung
    Leistungsbemessungen werden mit Sorgfalt durchgeführt

-> Transparenz bei der mündlichen Leistungsmessung.

 

Grundlage der Schulentwicklungsarbeit ist nach wie vor, den Umgang miteinander wichtig zu nehmen und Problemlösungen zu finden, die für alle annehmbar sind. Dieses an die aktuelle Schulsituation angepasste Entwicklungsprogramm soll im Verlauf der nächsten Jahre gemeinsam umgesetzt werden. Ob das gelingt wird eine erneute Wiederholungsmessung in drei bis vier Jahren zeigen.

Als Anerkennung und Wertschätzung der kontinuierlichen und erfolgreichen Evaluations- und Entwicklungsarbeit verlieh Herr Dr. Wild unserer Schule das Zertifikat des Instituts für Schulentwicklung und Evaluation. Es hat eine Gültigkeit bis Dezember 2019. Bei der Übergabe der Urkunde lobte Herr Dr. Wild unsere Schule als vorbildlich im Bereich der inneren Schulentwicklung. Insbesondere die getrennt moderierten Sitzungen von Lehrern, Eltern und Schülern zur Schwerpunktsetzung in den Bereichen Schulorganisation, Personalentwicklung und Unterrichtsentwicklung seien sehr positiv zu werten. Schulentwicklung wird am Thadden als eine gemeinsame Aufgabe aufgefasst, bei der alle am Schulleben Beteiligten eingebunden sind und Verantwortung tragen. Das ist das Erfolgsrezept.

Dr. Heinz-Martin Döpp