Staatlich anerkanntes
Gymnasium







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Heidelberger Katechismus

- 450 Jahre -

Was ist Dein ein(z)iger Trost im Leben und im Sterben?

Ev. Kirche Heidelberg

Badische Landeskirche

Reformierter Bund

Schulgemeinde

Kapelle

Mit den Worten
Schule und Gemeinde
können viele etwas verbinden.
Doch was ist
Schul-Gemeinde?

Als evangelische Schule verstehen wir uns als eine Gemeinschaft, in der jeder und jede einzelne wichtig ist und wert geschätzt wird.

Kern des christlichen Menschenbildes ist das Wissen darum, dass jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist,  ein Individuum, das von Gott angenommen und geliebt ist. Das wollen wir in unserer Schulgemeinde so auch leben und erleben, in dem alle, die zu unserer Schulgemeinde gehören – die vielen Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen und die vielen Mitarbeiterinnen, die das Schulleben bereichern – diese Wertschätzung erfahren.

Es ist uns ein Anliegen, dass jeder und jede in seiner Individualität wahr- und ernst genommen wird. Darum ist uns die Zuwendung zum Einzelnen wichtig. Da diese Zusage, dass jeder und jede wichtig ist, allen gilt, ist uns ein achtsamer und verantwortungsvoller Umgang miteinander sehr wichtig.  

Die Zuwendung zum anderen – von Jesus mit dem Wort Nächstenliebe umschrieben – grenzt niemanden aus. Darum ermutigen und erziehen wir zu gelebter Toleranz, bei der niemand wegen seinem Anderssein ausgeschlossen wird.

Religionsunterricht

Weil uns diese christlichen Werte und Grundhaltung sehr wichtig sind, haben wir als evangelische Schule auch eine große Wertschätzung gegenüber dem Religionsunterricht. Dies geschieht in ökumenischer Offenheit gegenüber allen anderen christlichen Konfessionen oder anderen Religionen. Diese Willkommenskultur impliziert, dass sich alle SchülerInnen, LehrerInnen oder Angestellte mit unserem evangelischen Profil konstruktiv-kritisch auseinander setzen. Es bedeutet auch, dass alle Schüler und Schülerinnen am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teilnehmen, auch jene, die ohne Konfession oder einer anderen Religion zugehörig sind. Dabei erwarten wir von unseren SchülerInnen die Bereitschaft, sich mit Glaubensfragen inhaltlich auseinander zu setzen.

Andachten und Gottesdienste

Religiöse Erziehung heißt nicht nur die Auseinandersetzung mit dem, was der Bildungsplan an wichtigen Themen vorschreibt. Religiöse Begleitung und Erziehung unserer Schülerschaft  findet auch einen großen Raum im wahrsten Sinn des Wortes in den vielen Gottesdiensten und Andachten, die wir in unserem Schuljahresverlauf miteinander feiern.

So beginnen und beenden wir das Schuljahr mit einem gemeinsamen Gottesdienst, begrüßen die neuen 5. Klässler mit einem Einschulungsgottesdienst, feiern einen Weihnachtsgottesdienst auch mit den Eltern und Ehemaligen, bedenken die Passionszeit in unterschiedlichen Gottesdiensten oder einer Passionswanderung, schöpfen Hoffnung aus der Osterbotschaft.

Besonders wichtig ist uns dabei unsere Kapelle auf dem Schulgelände. Diese – 2015 neu renovierte Kapelle – verstehen wir als einen Ort, der jedem einzelnen unserer Schulgemeinde gut tun soll. Als einen Ort, an dem ich auf den Zuspruch Gottes für mein Leben hören darf, an dem ich immer wieder neu erfahre, dass ich mehr bin als Leistung und Können, sondern dass auch mein Versagen, meine Ängste, meine Not zu mir gehören und vor Gott bringen darf in der Gewissheit, dass die Liebe Gottes größer ist und mein Leben mit trägt und erträgt. Als ein Ort, an dem ich still werden kann und eingeladen bin, Atem zu schöpfen und Stille zu finden, wenn der Schulalltag zu hektisch ist und ich Raum für mich selbst brauche.

Die Klassen 5 und 6 haben alle 2 Wochen im Wechsel mit einer Klassenlehrerstunde jeweils dienstags und freitags in der 1. Stunde Andacht. Sie sollen dabei lernen, ihr Leben im Angesicht Gottes zu begreifen und im Vertrauen auf die Liebe und Zusage Gottes ihr Leben verantwortungsvoll und mutig zu gestalten.

Jeden Mittwoch findet für alle Schüler ab Klasse 7 und das Kollegium eine Andacht statt. Diese Andachten werden von den Schulklassen selbst vorbereitet und durchgeführt, wozu sie dann einzelne Klassen ganz besonders einladen. So besuchen die Kassen 7 bis K2 mindestens zweimal im Schuljahr eine Andacht und gestalten eine eigene Andacht.

Für die Begleitung der Schulgemeinde sind  die Schulpfarrerin und Schulseelsorgerin gemeinsam mit der Schulleitung da und sorgen mit für die menschenfreundliche Atmosphäre an unserer Schule. Sie sind Ansprechpartnerinnen für die Fragen, Sorgen und Probleme unserer Schüler und Schülerinnen und unterliegen in ihrer Begleitung und Gesprächsangebot der Schweigepflicht.

Soziale Kompetenz/Verantwortung für andere

Als evangelische Schule übernehmen wir auch Verantwortung für die „Welt“ und schauen mit unterschiedlichen Projekten auch über den eigenen Tellerrand, wie z. B. Austausch und finanzielle Unterstützung mit christlichen Partnerschulen in Rumänien und auf den Philippinen oder auch im Engagement für Flüchtlinge.

Die Betonung von sozialer Kompetenz unser Schüler ist uns dabei ein großes Anliegen. So engagieren sich die einzelnen Klassen im Lauf des Schuljahres für ganz unterschiedliche Projekte ihrer Wahl durch Kuchen- oder Waffelverkauf. Gerade auch den Flüchtlingen in Heidelberg gilt die Aufmerksamkeit unserer Schüler. Die Klasse 9a hat sowohl viel Schulmaterial als auch Geld für jugendliche Flüchtlinge gesammelt und sucht den Kontakt zu diesen Menschen.

In Klasse 8 gibt es im Religionsunterricht ein diakonisches Halbjahr, in dem diakonische Einrichtungen in unserer Stadt aufgesucht und präsentiert werden. In der Kursstufe 1 absolvieren unsere SchülerInnen ein zweiwöchiges Diakoniepraktikum und sammeln dabei wertvolle Erfahrungen.

Zu den Projekten unserer Schulgemeinde gehören auch Aktivitäten wie eine Reise nach Israel in der Kursstufe 2 oder mit 9. Klässlern ins Kloster, um dort einen ganz anderen Lebensstil kennen zu lernen.

Als Schulgemeinde gestalten wir unser Schulleben durch vielfältige Angebote, aber auch im ganz alltäglichen Ablauf  als ein Miteinander und Füreinander, in dem wir versuchen, immer wieder neu aus der Liebe Gottes zu uns Menschen zu leben und zu wirken. So erfüllen wir auch den Auftrag unserer Eltern an uns, dass ihr Kind die Möglichkeit hat, christliche Traditionen und Werte kennen und leben zu lernen.

Petra Erl. Schulpfarrerin