Kontakt zu guten Mächten – Dem Glauben auf der Spur.
In Kooperation mit der Evangelischen Kreuzkirchengemeinde in Wieblingen bieten wir an der Schule Interessierten Gelegenheit, mit Dietrich Bonhoeffer dem Glauben auf die Spur zu kommen.
Ab dem 15.02.2012 finden jeweils um 20 Uhr fünf Abende im Schloss der Schule statt. Alle sind herzlich eingeladen.
Termine: |
Eine Einladung der Evangelischen Kirche
Schulgemeinde
Mit den Worten
Schule und Gemeinde
können viele etwas verbinden.
Doch was istSchul-Gemeinde?
Streng genommen sind die Evangelischen „schuld“, dass heutzutage jedes Kind in die Schule muss, um lesen und schreiben zu lernen. In der Reformation im 16. Jahrhundert war es schließlich das Ziel, dass alle Christen ihre Bibel lesen und verstehen können. Der Bildungsauftrag gehört also grundsätzlich zu einem evangelischen Profil.
Stärkenorientiertes Menschenbild
Wertschätzung des Religionsunterrichts
Schulseelsorgerin
Philippinen AG & Schäßburg
Klosterfahrt
Israelfahrt
Kanufahrt
Tischgebet
Evangelische Schule heißt für uns zunächst, dass wir in ökumenischer Offenheit gegenüber allen anderen christlichen Konfessionen leben. Alle SchülerInnen, LehrerInnen und Angestellten sind uns willkommen, auch wenn sie keine Konfession haben oder zu einer anderen Religion gehören, d.h. konkret bei uns: muslimisch oder jüdisch sind. Sie müssen sich jedoch mit unserem evangelischen Profil konstruktiv-kritisch auseinandersetzen, aber sonst wären sie auch nicht an einer „evangelischen“ Schule als pädagogischer Institution oder Arbeitgeberin interessiert.
Evangelische Schule zeigt sich in ihrem stärkenorientierten Menschenbild: Wir schauen uns bei unseren SchülerInnen, LehrerInnen und Angestellten zunächst die Stärken an, um erst von da aus – mit den Stärken im Rücken – einen Blick auf unsere Schwächen bzw. Entwicklungschancen zu nehmen. Die Menschen, die uns begegnen, nehmen wir als Ebenbilder Gottes wahr. Das begründet unseren gegenseitigen Respekt. Schließlich ermutigt die jüdisch-christliche Tradition auch zur Wahrnehmung eigener Grenzen und weiß um die Zerbrechlichkeit des Lebens.
Evangelische Schule zeigt sich in der Betonung von sozialer Kompetenz, die Toleranz und Zivilcourage impliziert: Eingeübt wird das in konkreten Projekten, die über die Jahrgangsstufen verteilt sind, wie z.B. ein diakonisches Halbjahr (8. Klasse), in dem nach Jeremia 29,7 „Suchet der Stadt Bestes“ diakonische Einrichtungen von SchülerInnen aufgesucht und präsentiert werden oder ein zweiwöchiges Caritas-/Diakoniepraktikum (11. Klasse).
Evangelische Schule zeigt sich auch in der Wertschätzung des Religionsunterrichts. An unserer Schule nehmen alle SchülerInnen entweder am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teil. Auch die SchülerInnen ohne Konfession oder einer anderen Religion. Dabei erwarten wir von unseren SchülerInnen die Bereitschaft, sich mit Glaubensfragen kritisch auseinanderzusetzen.
Evangelische Schule versteht sich als Lebensraum für Menschen. Das betrifft die konkrete Raumgestaltung aller Klassen-, Arbeits-, Ess- und Rekreationsräume (Cafeteria, Park, Schülerhaus). Das zeigt sich aber auch darin, dass sie einen besonderen Ort hat, der mit einer Verheißung verbunden ist: Die Kapelle oder ein Raum der Stille ist ein symbolischer Ort dafür, dass Gott Menschen begegnen will. Unsere Schule gestaltet unsere Kapelle als Segensraum, der während der Schulzeit immer offen ist.
Wir wissen, dass sich religiöse Erziehung nicht in Lehren verpacken lässt. Wir öffnen daher die „Schatzkiste“ unserer Tradition und bieten daraus Perlen an: Manchmal ist es eine Geschichte, manchmal ein Lied, eine Muschel oder eine Kerze, die SchülerInnen heimlich mit in ihre eigene Schatzkiste nehmen. Oft ist es ganz schlicht die gemeinsame Stille, die Raum lässt für alles, was wir an Schwerem und Leichtem vor Gott bringen möchten. Daher muten wir unseren SchülerInnen
Andachten zu. Ziel ist es dabei, SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, Rituale der christlichen Tradition kennen zu lernen, kritisch zu reflektieren – und schließlich sie zur Darstellung eigener Glaubensfragen und –positionen zu ermutigen.
Die Klassen 5 und 6 haben daher alle zwei Wochen im Wechsel mit einer Klassenlehrerstunde Andacht (jeweils dienstags und freitags).
Die Klassen 7 bis 11 besuchen zweimal im Schuljahr eine Andacht und gestalten einmal im Schuljahr eine eigene Andacht.
Alle besuchen die Gottesdienste zum Schuljahresanfang und zum Schuljahresende, neben den besonderen Gottesdiensten vor den Weihnachtsferien und Osterferien.
Evangelische Schule hat auch ein Leben als Schulgemeinde. Sie ist mit den christlichen Kirchengemeinden vor Ort verbunden und versteht sich selbst auch als Gemeinde, die alle SchülerInnen, LehrerInnen, Angestellten, Leitenden, Ehemalige und Eltern umfasst. Im Idealfall hat sie auch eine SchulseelsorgerIn, die gemeinsam mit der Schulleitung für die menschenfreundliche Atmosphäre an der Schule verantwortlich ist.
Evangelische Schule übernimmt Verantwortung für die „Welt“ und schaut mit Projekten auch über ihren eigenen Tellerrand, wie z.B. Austausch und finanzielle Unterstützung mit christlichen Partnerschulen in Rumänien und auf den Philippinen und das Eine-Welt-Laden Engagement.
Evangelische Schule kennt und schätzt die Notwendigkeit von Pausen und Rekreation. Daher gehören zu den Projekten der Schulgemeinde z.B. auch Kanufahrt, Klosterfahrt und Israelreise. Auch das schlichte Tischgebet vor dem Essen an unserem Mittagstisch im Schloss kennt die Unterscheidung der Zeiten und ermöglicht eine gemeinsame Mahlzeit, die mehr ist als nur Nahrungsaufnahme.
Wir erfüllen daher gern den Auftrag unserer Eltern, wenn sie ihr Kind an unserer Schule anmelden, dass es auch die Chance hat, christliche Traditionen kennen zu lernen.
(Dr. Beate Großklaus)
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