Staatlich anerkanntes
Gymnasium







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explore science

Lisa, Luise und Tim als Moderatoren bei 1, 2 oder 3
6d stellt das Vogelmemory vor
Schnellkurs im Nesterbau (6a)
6c am Stand

Thaddenschule bei EXPLORE SCIENCE

Seit 2006 veranstaltet die Klaus Tschira Stiftung jährlich die naturwissenschaftlichen Erlebnistage EXPLORE SCIENCE im Luisenpark Mannheim. Hier können junge Wissbegierige und alle, die sich ihre Neugier bewahrt haben, selber forschen, experimentieren, ausprobieren.

2014 war die Elisabeth-von Thadden-Schule mit einem Stand unter dem Titel „kein Ei gleicht dem anderen“ auf diesem Wissensfest vertreten.

Die Klasse 6a hatte sich zahlreiche Angebote rund um das Thema Ei ausgedacht und im Naturphänomene-Unterricht vorbereitet: Sie konzipierten eine kleine Ausstellung mit Wissenswertem zum Thema „Ei“ und zeigten u.a. Versuche zur Stabilität von Eierschalen, die jeder selbst zu Hause ausprobieren kann. Sie erklärten, wie sich Eier verschiedener Lebewesen unterscheiden und stellten die Taktik des Kuckucks vor, der seine Eier in fremde Nester legt.

Außerdem boten sie einen Schnellkurs und viele Informationen zur Architektur von Vogelnestern an, Bestimmungsübungen von Eiern veschiedenster Lebewesen ( u.a. von Schnecken, Haien, mehreren Vogelarten), ein Vogel-Memory und zahlreichen Lern- und Wissensspiele (Details dazu stehen auf der EXPLORE-SCIENCE- Homepage unter http://www.explore-science.info ).

Außerdem arbeiteten sie für die Quizshow 1,2 oder 3 Fragen zum Thema „Ei“ aus. Dieser Rateklassiker aus dem ZDF gehörte zum täglichen Bühnenangebot bei EXPLORE-SCIENCE. Dabei 6.Klässler stellten Ihre – z.T. durchaus anspruchsvollen – Fragen den Kindern auf der Bühne.

Fünf Tage lang war „EXPLORE-SCIENCE“ und damit auch das Zelt mit dem Mitmachstand der Thaddenschule ganztägig geöffnet.

Eine Klasse konnte die Betreuung der zahlreichen Aktionen nicht leisten. Deshalb instruierten die Expertinnen und Experten der Klasse 6a in zwei Doppelstunden die SchülerInnen ihrer Parallel-klassen mit den Informationen, die sie zum Thema Ei zusammengetragen hatten, und die im Luisenpark ausgestellt werden sollten.

So konnte der Stand am Mittwoch von der 6a, am Donnerstag von der 6b, am Freitag von der 6d, am Samstag von der 6c und am Sonntag von Schülern aller 6.Klassen betreut werden.

Mit großem Engagement und Fachwissen informierten die 6.Klässler in 90 Minuten- Schichten das neugierige Publikum. An den Werktagen kamen vor allem Schüler und Schulklassen, am Wochenende interessierten sich vor allem Familien für die vielen Eigenschaften von Eiern und stellten z.T. überrascht fest, dass nicht nur Vögel, sondern auch Reptilien, Fische, Schnecken, Insekten usw. Eier legen.

Der Stand war stets voll. Ein Besucher meinte, kaum ein Stand sei so gut besucht gewesen wie die Mitmachstation der Elisabeth-von Thadden-Schule. Die SchülerInnen vermittelten ihren Gästen dabei nicht nur Wissen, sondern auch Begeisterung an Natur und Naturwissenschaft. So war es insgesamt ein gelungenes Projekt von Schülern für Schüler (aber auch für viele Erwachsene), bei dem die Klasse 6a, die den Stand entworfen hatte, die anderen 6.Klassen, die von der 6a zu Experten ausgebildet worden waren, und die vielen Besucher ihre Freude hatten und viele Neues kennenlernen konnten.

VORBEREITUNG DES MITMACHSTANDES

In drei Projekttagen wurde die Klasse 6a der Elisabeth-von-Thadden bei ihren Eier-Studien von zwei Mitarbeiterinnen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell unterstützt: von der Künstlerin und Leiterin des Kommunikationszentrum und der Schülerforschungsstation MaxCine Babette Eid und der Biologin Riek van Noordwijk.

Dazu schrieben Cheyenne und Sophie (kl.6a): Am 14.März kamen Babette Eid und Riek van Noordwijk zu uns in die Thaddenschule. Sie berichteten uns von vielen verschiedenen Vögeln und ihren Eiern. Obwohl Eier eigentlich alle die gleiche Funktion haben, unterscheiden sie sich in Form, Farbe, Anzahl und der Art, wo und wie sie abgelegt werden. Wir erfuhren z.B., dass ein Vogelweibchen nur braun-rote und blaue Farbpigmente bilden und in die Eierschale einlagern kann – alle Musterungen und Farben entstehen aus einem Mix dieser Farben. So sind die Eier gut getarnt vor den Räubern. Nur Vögel, deren Nest z.B. in einer Nisthöhle „versteckt“ ist, können es sich „leisten“, weiße oder helle Eier zu haben. Auch die Form und Größe der Eier sind sehr verschieden. Die größten Eier legen Strauße. Ihre Eier haben einen Durchmesser von 15 Zentimetern Durchmesser und wiegen fast 2 Kilogramm. Die kleinsten Eier legt die Bienenelfe - eine Kolibriart. Sie sind ca. 6 Millimeter lang und wiegen nur etwa 0,25 Gramm.

Neu für uns war es auch, dass die Form von Eiern sehr unterschiedlich und verschieden von der des Hühnereis sein kann. Das Ei der Trottellumme z.B., die auf Felsklippen am Meer brütet, har eine spitz zulaufendenden Form. Stößt man dieses Ei an, dreht es sich – wie ein Kreisel - in einem engen Kreis um die eigene Achse und stürzt so nicht ab.

Mit Ton formten wir verschiedene Eier und probierten auch aus, ob das mit Kegel-Ei der Trottellumme tatsächlich stimmt. Wir malten unsere Eier an und überlegten, welche Eigenschaften sie haben müssen, damit sie z.B. von den brütenden Eltern nicht erdrückt werden können. Dann zeichneten wir Fantasie-Gelege für unsere Eier und stellten sie unseren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.

Am 24.März trafen wir uns erneut. Diesmal beschäftigten wir uns mit Vogelnestern. Dazu hatten wir selbst Material – wie Äste, Moos, Blätter, Wolle, Blüten usw. - gesammelt. Babette Eid , Riek van Noordwijk und unsere Biologielehrerin Frau Buyer brachten noch Schafwolle, Schilf und Ton mit. Ohne Vorlage konstruierten jeder und jede von uns ein Fantasie-Nest für einen selbst ausgedachten Vogel. Wir webten mit Grashalmen, stabilisierten und klebten mit Ton, polsterten die Nester innen mit Moos aus usw. . Es war schwierig, ein Nest so stabil zu bauen, dass die Ton-Eier, die wir beim ersten Treffen geformten hatten, nicht durch das Nest hindurchfielen. Wir machten uns Gedanken über Nistplätze und überlegten, welche Vögel solche oder ähnliche Nester bauen könnten.

Danach erklärten wir in einer „Interview-Runde“ einem Moderator die Besonderheiten unseres Nestes und mussten seine kritischen Fragen beantworten. Diesen lehrreichen Tag schlossen wir mit einer Putzaktion ab, denn wir hatten unsere Nester im Klassenzimmer und nicht - wie die Vögel - in freier Natur gebaut. Deshalb waren viele kleine Ästchen, Moosreste usw. zu Boden gefallen und auf den Tischen verblieben.

Am 25. März war unser letztes Treffen. Dieses Mal wurde die Klasse geteilt: die erste Hälfte blieb im Klassenzimmer und durfte unter Anleitung Nester nach echten Vorbildern nachbauen. Davor wurden Nester besprochen und verschiedenen Nestarten kleinen Gruppen zugeteilt. Die zweite Hälfte ging mit verschiedensten Malutensilien in einen anderen Raum, um dort Vögel von Vorlagen abzumalen. So entstanden wahre Kunstwerke, die im Luisenpark bei EXPLORE-SCIENCE zu sehen sein werden. Nach einer zweiten Putzaktion kam eine große Fragestunde, bei der wir Babette und Riek mit all den Fragen löchern konnten, die uns noch zum Thema Vogel, Ei und Nest unter den Nägeln brannten. Außerdem bekamen wir eine Menge Tipps, wie wir unseren Stand und unsere Themen anderen Leuten gut vermitteln und erklären können.

Aber da alle schönen Dinge zu Ende gehen, endeten auch diese drei lehrreichen Tage um 15.20 Uhr.

Vielen Dank an Babette und Riek!