Staatlich anerkanntes
Gymnasium









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AREA 47 … am 47. Breitengrad

Die Studienfahrt des vierstündigen Sportkurses (2013-2015) unter der Leitung des Kurslehrers Herrn Pölzer verlief nach Österreich in das Ötztal, in dem sich „the ultimative outdoor playground“ AREA 47 befindet. Nach einer etwas längeren, aber dennoch sehr unterhaltsamen und lustigen Busfahrt, sind wir an unserem Zielort Haiming angekommen. Der erste Eindruck war faszinierend und atemberaubend, denn es waren ein großer Wildwasserfluss, ein riesiger Hochseilgarten und eine beeindruckende Wasseranlage zu sehen, welche von einer einzigartigen Kulisse umgeben war. Die komplette Anlage war von sonnenbeleuchteten Bergen umgeben. Die AREA 47 (...am 47. Breitengrad gelegen) besteht aus mehreren Bereichen: Der Event Area, der Climbing Area, der Water Area, der Living Area und der Outdoor Area. Nach der Ankunft hat uns das äußerst nette Personal zu unseren Lodges  gebracht, die in einem besonders gutem, hygienischem und modernem Zustand waren. Jedes Doppelzimmer war im Tiroler Blockhaus Stil gestaltet und hatte einen Balkon mit einem schönen Blick auf den Fluss Ache, der durch die AREA 47 verläuft. Auf unserem Programm für die Woche stand Rafting, Hochseilgarten, Canyoning, Flying Fox und Mega Swing. Letzteres ist ein Sprung aus 27 Metern Höhe, bei dem man an einem Seil gesichert ist, das einen auffängt und extrem weit und hoch nach vorne schwingen lässt. Danach pendelt man an dem Seil aus. Das Verhältnis von festgelegten und verbindlichen Programmpunkten und entsprechenden Freizeitphasen war während der gesamten Projektwoche perfekt.

 



Am Sonntag, den 21.09.2014, unserem ersten Tag, konnten wir uns erstmal mit der Umgebung vertraut machen. In der Water Area, welche unserer Hauptaufenthaltsraum war, entdeckte man eine Vielfalt an Sport-, und Wassersportarten. Es gab verschieden Wasserrutschen, Sprungtürme von 3-27 Metern, allerdings war es wegen der hohen Verletzungsgefahr nur erlaubt aus 10 Metern Höhe zu springen, Wakeboarding, Beach Volleyball, Beach Soccer, Slackline (zum Balancieren über der Wasseroberfläche), Blobbing (Ein Luftkissen, auf dem sich vorne jemand hinlegt und dann durch einen Sprung einer anderen Person auf den hinteren Teil des Blobs in die Luft katapultiert wird.) und die Zipfelbob-Rutsche (Eine Wasserskisprungschanze, bei der man mit einem sogenannten „Zipfelbob“ runterrutschen kann und nach einem hohen, weitem Sprung im Wasser landet.). Zur Sicherheit und Überwachung des Ganzen waren mehrere Bademeister, welche wir auch im Einsatz erlebten, an unterschiedlichen Stellen verteilt. Am liebsten waren wir beim Blob und versuchten uns in neuen Salti- und Höhenrekorden, wobei unser Turner Sebastian Schad gewann. Wenn man sich zwischendurch von seinen sportlichen Tätigkeiten ausruhen oder sich vom kaltem Wasser aufwärmen wollte, bestand jederzeit die Möglichkeit, dies auf den Holzstegs, auf den Zimmern, im Riverhaus oder im Lakeside Restaurant zu tun. Bei den ausgewogenen Mahlzeiten, Frühstück (7:30 Uhr ) und Abendessen (18:30 Uhr ), gab es ein gutes und reichhaltiges Buffet mit frischen Produkten , sodass für jeden etwas Leckeres dabei war. Nach dem Abendessen verbrachten wir den restlichen Abend auf unserem Balkon, setzten uns alle mit Herrn Pölzer zusammen und haben dort miteinander den Tag mit Musik und netten Konversationen ausklingen lassen.


Valentin Bless, Julian Fräßle, Mistral Höltzcke, Niklas Lübcke, 
Victor de Magalhaes Ross, Moritz Merkel, Sebastian Schad, 
Philipp Thiele und Kurslehrer K.Pölzer 
(es fehlen Dominic Martin + Maximilian Walter)

Am Tag darauf gingen wir alle „raften“ auf dem Inn. Wir wurden mit einem Bus zum Ausgangsort in die nahe Imster Schlucht gebracht. Dort gab es zunächst die wichtigen Erklärungen und Verhaltensregeln. Als wir dann endlich alle mit Herrn Pölzer und einem Guide in dem Schlauchboot auf dem Inn waren, fing die Fahrt relativ locker an, sodass man die Tiroler Bergwelt und die besondere Atmosphäre genießen konnte. Allerdings blieb dies nicht so, denn zwischendurch gab es starkes Wildwasser, wo höchste Kraft und starker Rudereinsatz gefordert waren. Damit der Guide auch noch seinen Spaß hatte, ließ er uns ein paar Mal mit dem Boot kentern, damit wir in dem eiskaltem Wasser hinter dem Gummiboot hinterhergetrieben wurden. Nach dem abenteuerlichen Rafting musste sich jeder erstmal aufwärmen. Den restlichen Tag durften wir, wie immer nach dem Programm, selbst gestalten. Wir entspannten in der Sonne, verbrachten viel Zeit in der Event- und Water-Area, gingen zum Einkaufszentrum, saßen im Restaurant oder erkundeten weiter die Gegend. Über die Mittage haben wir täglich ein abwechslungsreiches Lunchpaket mitbekommen, welches trotz intensiver sportlicher Betätigung völlig ausreichte.



Am Dienstag machten wir uns, nach langem Ausschlafen, auf dem Weg zum höchsten Hochseilgarten Österreichs mit Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Aufgrund von Höhenangst wollte nicht jeder mitmachen, dennoch war es für diejenigen, die sich überwunden hatten und am Brückenpfeiler der Achbrücke den 27 Meter hohen Vorstiegsbereich dabei waren, ein aufregendes Erlebnis mit viel Adrenalinausstoß, da direkt unter einer gewaltig hohen Autobrücke von Plattform zu Plattform geklettert wurde.

Für den folgenden Tag stand eine Canyoning Tour auf dem Plan. Ein Bus fuhr die Gruppe auf einen Berg, wo sich auch unser Startpunkt befand. Nach Sicherheitseinweisungen ging der spannende Trip los. Dieser Ausflug war mehr als atemberaubend. Wir zwängten uns, entlang eines kleineren Wildwasserflusses, durch mehrere Schluchten mit Wasserfällen, kletterten an metertiefen Abründen - natürlich angeseilt- entlang, seilten uns ca. 15 Meter tief ab und sprangen von höheren Felsen in Wasserbecken. Es gab eine Stelle, bei der wir nur eine natürliche Wasserrutsche aus Felsen runterrutschen konnten. Wegen der Feuchtigkeit musste jeder von uns seine Schritte gezielt setzen, denn die Felsen waren enorm glatt und stellten somit eine hohe Verletzungsgefahr dar.

Der Donnerstag war der letzte Programmtag, und wir konnten uns schon morgens auf wahnsinnige „Adrenalinkicks“ einstellen, denn neben dem Flying Fox war auch der ultimative Mega Swing, der Garant für den ultimativen Kick, vorgesehen. Beide Events starteten in einer Höhe von 27 Metern. Absolute Schwindelfreiheit wurde vorausgesetzt und Höhenangst durfte es nicht geben. Konnte man beim Flying Fox auf einer Tyroline (Seilrutsche) noch eher gemütlich und beschaulich über die gesamte AREA 47-Anlage schweben, so stellte der Mega Swing, ein Sprung aus 27 Metern Höhe im nahezu freien Fall, schon eine enorme Herausforderung dar. Der scheinbar kleine Schritt war für alle ein großes Wagnis, bei dem jedem Einzelnen gehörig die Kniee zitterten. Wer sich überwunden hatte, wurde mit einem gewaltigen Adrenalinschub belohnt.

Ein weiteres Highlight war der 18. Geburtstag von Phillip Thiele, in den wir selbstverständlich hineinfeierten.

Den letzten Tag durften wir noch einmal selbst gestalten und wieder verbrachten wir viel Zeit in der Water Area, haben die Sonne genossen und machten das, worauf wir Lust hatten, bis wir uns dann auf den Heimweg gemacht haben.

Abschließend lässt sich über unsere Studienfahrt sagen, dass sie einfach nur perfekt war. Es hat jedem Einzelnem richtig gut gefallen. Diese eine Woche hat den Sportkurs sowohl untereinander als auch mit unserem Lehrer Herrn Pölzer enorm zusammengeschweißt. Schade nur, dass Maximilan Walter und Dominic Martin nicht an der Fahrt teilnehmen konnten. Die AREA 47 ist auf jeden Fall den zukünftigen Sportkursen zu empfehlen. Es gab so unglaublich viele, schöne und lustige Momente und Ereignisse, die wir gemeinsam erleben und genießen durften und in der Erinnerung wohl lebenslang abrufbar bleiben werden. Für diese so einzigartige Studienfahrt bedankt sich der ganze Sportkurs bei seinem Sportlehrer Herrn Pölzer, der uns diese wundervolle Zeit miteinander ermöglicht hat.

 

Studienfahrtbericht von Mistral Höltzcke