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Von Heidelberg auf die große Bühne: Stumdy begeistert beim Bundesfinale des Deutschen Gründerpreises

Mit einer innovativen App-Idee gegen endloses Scrollen auf Social Media haben es drei junge Gründer:in aus Heidelberg bis ins Bundesfinale des Deutschen Gründerpreises für Schüler:innen geschafft. Lucas Schellhammer (Elisabeth-v.-Thadden), Justus Bindseil (Elisabeth-v.-Thadden) und Amelie Bindseil (Kurfürst-Friedrich-Gymnasium) präsentierten ihre App Stumdy vor einer hochkarätigen Jury im Städel Museum in Frankfurt am Main – und gehörten damit zu den zehn besten Schülerteams Deutschlands.

Das Bundesfinale findet seit dem vergangenen Jahr im Städel Museum statt und wird von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausgerichtet. Die besten zehn Teams Deutschlands präsentieren dort ihre Geschäftsideen vor einer Jury aus Gründer und Wirtschaftsvertreter. Der Deutsche Gründerpreis für Schüler:innen wird seit 1999 von den Sparkassen, dem ZDF, Porsche und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veranstaltet und zählt zu den renommiertesten Wettbewerben für unternehmerisches Denken an Schulen.

In der aktuellen Wettbewerbsrunde nahmen bundesweit rund 3.650 Schüler:innen in 845 Teams teil. Von Januar bis Mai bearbeiteten sie neun praxisnahe Aufgaben, die typische Herausforderungen eines Startups widerspiegeln. Dazu gehörten Marktanalysen, Zielgruppenbestimmungen, Marketingstrategien sowie Finanzplanung und Management Summary. Ziel des Wettbewerbs ist es, unternehmerisches Denken, Kreativität und Problemlösungskompetenz zu fördern.

Unter den zehn besten Teams Deutschlands befand sich in diesem Jahr auch ein Team aus Heidelberg: Die beiden Zehntklässler Lucas Schellhammer und Justus Bindseil entwickelten gemeinsam mit ihrer Mitgründerin Amelie Bindseil aus der K1 des KFG die App Stumdy. Bereits seit November 2024 arbeiten die drei an ihrer Geschäftsidee. Schon im März 2025 konnten sie mit Stumdy einen ersten Erfolg feiern und beim Wettbewerb „Jugend gründet“ das Bundesfinale in Berlin erreichen.

Die Idee hinter Stumdy ist ebenso einfach wie überzeugend: Statt Social-Media-Konsum grundsätzlich zu verbieten, verbindet die App Lernen mit digitaler Freizeit. Wer Instagram, TikTok oder andere soziale Netzwerke öffnen möchte, beantwortet zunächst eine festgelegte Anzahl von Vokabeln. Ob Latein, Französisch, Spanisch oder andere Lerninhalte – erst nach erfolgreicher Bearbeitung wird die gewünschte App für einen bestimmten Zeitraum freigeschaltet. Anschließend erinnert Stumdy erneut daran, das Lernen in den Alltag zu integrieren.

Mit diesem Ansatz möchten die Gründer eine kreative Antwort auf die Herausforderungen von Bildschirmzeit und Ablenkung im digitalen Zeitalter geben. Lernen soll nicht als Hindernis, sondern als selbstverständlicher Teil der täglichen Mediennutzung erlebt werden.

Besonders spannend ist zudem die geplante Familien-Version der App. Diese soll Eltern zusätzliche Möglichkeiten bieten, die Nutzung von Social-Media-Anwendungen gemeinsam mit ihren Kindern zu gestalten und zu begleiten.

Die Veröffentlichung von Stumdy in den gängigen App-Stores ist für den Herbst 2026 geplant. Schon bald könnte die App damit vielen Schüler:innen helfen, Lernzeiten sinnvoll in ihren Alltag zu integrieren.

Wir gratulieren dem Team Stumdy herzlich zur erfolgreichen Teilnahme am Bundesfinale des Deutschen Gründerpreises für Schüler:innen 2026 und wünschen weiterhin viel Erfolg auf dem Weg vom Schulprojekt zum Startup!

Von links: Justus Bindseil (E.-v.-Thadden), Lucas Schellhammer (E.-v.-Thadden) und Amelie Bindseil (Kurfürst-Friedrich-Gymnasium)

www.stumdy.de, Instagram: stumdy.app, Tiktok: stumdy.app