Staatlich anerkanntes
Gymnasium







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Schulentwicklung

Auf der Basis des Leitbildes und der konkreten Umsetzung im Schulprogramm entwickelt sich die Schule kontinuierlich weiter. Zwei Übersichten verdeutlichen den intensiven Schulentwicklungsprozess, der in den letzten Jahren an der Elisabeth-von-Thadden-Schule in Gang gekommen ist: die Übersicht bis zum Schuljahr 2007/2008 und die Übersicht ab dem Schuljahr 2008/2009 bis heute. Wir dokumentieren ihn im Folgenden – allerdings in zeitlich umgekehrter Reihenfolge:

 

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2016/2017

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2015/2016

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2014/2015

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2013/2014

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2012/2013

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2011/2012

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2010/2011

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2009/2010

Weitere Schritte der Schulentwicklung im Schuljahr 2008/2009

Erste Reaktion auf die Ergebnisse der Fremdevaluation im Schuljahr 2007/2008

Von den Anfängen der Schulentwicklung 2002 bis zur ersten Fremdevaluation 2008

 

 

 

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2016/2017

Mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 ist landesweit der Bildungsplan 2016 in den Klassenstufen 5 und 6 eingeführt worden. Dem ging an der Schule eine Neuordnung der Kontingentstundentafel voran, die von den Gremien diskutiert und beschlossen wurde. Neu eingeführt ist mit dem Bildungsplan in Klasse 5 und 6 das Fach BNT (Biologie, Naturphänomene und Technik), das im Team fächerübergreifend und themenorientiert unterrichtet wird. Neu eingerichtet ist auch in Klasse 5 der Basiskurs Medien. Er wird wie schon bisher ITG (Informationstechnische Grundbildung) von der Deutsch-Fachschaft verantwortet und basiert auf Anregungen und Konzepten des Landesmedienzentrums.

Der neue Bildungsplan stand beim pädagogischen Tag 2016 im Mittelpunkt. Als Gast führte Dr. Ziegler vom PTZ Stuttgart in die Philosophie des Bildungsplanes ein und stellte insbesondere die Leitperspektiven vor. In Arbeitsgruppen wurden zu den Leitperspektiven Anknüpfungspunkte im Schulcurriculum und in den Fächern herausgearbeitet und mögliche Aktzentuierungen für die Zukunft erhoben.

Das Konzept der Schulradler, die Begleitung neuer Fünftklässler durch vom ADFC ausgebildete Rad-Paten aus Klasse 10 wurde erstmals ausprobiert und hat sich als voller Erfolg erwiesen. Daraufhin soll das Konzept weitergeführt werden. Darüber hinaus beteiligt die Schule am Verkehrssicherheitsaudit der Stadt Heidelberg zur Verbesserung der Sicherheit auf dem Schulweg. In diesem Zusammenhang geben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-10 online ihren Schulweg ins System ein und markieren tagtäglich erlebte Gefahrenpunkte. Aus der Gesamtschau wird die Stadt Heidelberg eine Prioritätenliste hinsichtlich der anstehenden Verkehrssicherheitsmaßnahmen erstellen.

In der Mittelstufe wird das Jahrgangsteam nunmehr in Klasse 9 weitergeführt. Unterstützt wird die Arbeit organisatorisch durch ein festes Zeitfenster für die Teamsitzungen. Eingespielt hat sich inzwischen das individuelle Schüler-Coaching mit Bilanz- und Zielgesprächen, an denen auch die Eltern beteiligt sind. Thema der fächerübergreifenden Projektwoche ist in diesem Schuljahr "Das Andere – mein Feind?". In Zusammenarbeit mit dem Erziehungswissenschaftlichen Institut der Universität Heidelberg läuft jetzt eine Evaluation des Projektes zur Teambildung und Zusammenarbeit der Lehrkräfte an.

Die Gremien haben einen umfänglichen Neubau auf dem Schulgelände beschlossen. Die dringend renovierungsbedürftige Gymnastikhalle der Schule (Turnhalle 2) wird abgerissen und durch eine Sporthalle nach modernsten Standards ersetzt. Damit verbunden ist der Plan, auf die Sporthalle zwei Geschosse mit Unterrichtsräumen für die Mittelstufe (Klasse 8 und 9) zu bauen. Es ist die einmalige Chance, dem pädagogischen Mittelstufenkonzept eine räumliche Äquivalenz zu geben. Bei den Planungen wird die Schule von der internationalen Bauausstellung Heidelberg (IBA) unterstützt, die das Projekt offiziell in den Kreis der IBA-Projekte aufgenommen hat.

Das Thema Flüchtlinge beschäftigt die Schulgemeinschaft nach wie vor. Nach den guten Erfahrungen im letzten Schuljahr mit einem einzelnen Schüler, der mit geringen Deutsch-Kenntnissen aufgenommen wurde, sind in diesem Schuljahr 9 Schülerinnen und Schüler mit rudimentären Deutsch-Kenntnissen aufgenommen worden. Für sie ist ein spezielles Angebot Deutsch als Fremdsprache der Schule angelaufen, das wir beständig beraten und weiter entwickeln. Die Erfahrungen sind sehr unterschiedlich. Manche Schüler machen sehr gute Fortschritte. Ein Schüler ist jetzt in der Kursstufe. Zwei Schüler jedoch haben die Motivation verloren. Sie haben die Schule zum Halbjahr verlassen und zu einer englisch-sprachigen Schule gewechselt.

Intensiv wird über eine Partnerschaft mit einer evangelischen Schule in Tansania beraten. Eine Delegation unserer Schule war zur Sondierung in den Sommerferien 2016 zu Besuch an der Secondary School in Iambi, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und Gespräche zu führen. Im Frühjahr 2017 werden auf Einladung der Schule der Schulleiter und ein Lehrer aus Tansania nach Heidelberg kommen, um persönlich ihre Schule vorzustellen und sich ihrerseits einen Eindruck von unserer Schule zu verschaffen. Miteinander wollen wir bei der Gelegenheit eine gemeinsame Konzeption der Schulpartnerschaft beraten. Kernpunkte auf unserer Seite sind eine Verknüpfung der Afrika-Thematik mit Bildungsplaninhalten und dem Schulcurriculum im Unterricht sowie die Bildung einer klassenübergreifenden Tansania-AG unterstützt von Tansania-Sprechern in den Klassen 7-10. Wünschenswert wären gemeinsame Projekte der Schulen und die Möglichkeit einer Begegnungsreise von Schülerinnen und Schülern nach Tansania. Essentiell für die Schule in Iambi ist die finanzielle Förderung durch Patenschaften. Eine jede Klasse der Jahrgangsstufen 7-10 könnte die Kosten für jeweils ein Kind derselben Klassenstufe in Tansania übernehmen. So könnten unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur von der Partnerschaft der Schulen profitieren, sondern aktiv Verantwortung dafür übernehmen, dass ein gleichaltriges Kind in Afrika die Chance auf eine Schulbildung erhält.

Für alle Klassenstufen verbindlich eingeführt ist seit diesem Schuljahr der Schuljahresplaner. Etabliert hat sich auch das neue System der Mathematik-Förderung "Schüler helfen Schülern" (ShS). Beschlossen ist das Konzept zur Friedenspädagogik und der Leitfaden zum Konfliktmanagement. Eingeführt ist inzwischen das Konzept mit fest vorgegebenen Quartieren für die Klassenfahrten am Ende der Klassenstufe 5. Der Schüleraustausch mit einer Schule in Scarsdale/New York gewinnt Gestalt. Auf beiderseitigen Wunsch findet der Austausch ein zweites Mal statt. Es nehmen wieder ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 10 teil. 

Die Koordinierungsgruppe für Schulentwicklung behält die eingeführten Neuerungen im Blick und regt ggfs. weitere Verbesserungen an. Weiter ausgearbeitet wird derzeit der Fakten-Check für die Klassenstufe 8, mit dem Internet-Links, die Hilfen zum Umgang mit Netzwerken und neuen Medien anbieten, angeschaut, analysiert und bewertet werden.

Im Blick auf die Lehrergesundheit ist ein Yoga-Angebot fest etabliert. Außerdem startet eine Workshop-Reihe für die Mitarbeitenden zu Gesundheitsthemen. Allen Mitarbeitenden wird im Frühjahr das STAR-Programm vorgestellt, ein in Finnland entwickeltes Gesundheitsprogramm mit individuellem Feed-Back auf freiwilliger Basis.

 

 

 

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2015/2016

Zu Beginn des Schuljahres fand die erneute Zertifizierung als MINT-freundliche Schule statt. Damit wird der Schule bescheinigt, dass sie über Jahre hinweg die hohen Standards in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern und Informatik sowie das breite Angebot an Wettbewerben und individueller Förderung bewahrt und fest etabliert hat.

Vorausschauend beschäftigen wir uns weiter mit dem neuen Bildungsplan 2016, der zeitgleich ab dem Schuljahr 2016/2017 in den Klassen 5 und 6 eingeführt wird. Dem Bildungsplan wird eine neue Kontingentstundentafel zugrunde gelegt sein, über die die Schulen vor Ort entscheiden. Neu werden die allgemeinen und themenspezifischen Leitperspektiven sein. Neu sind der Fächerverbund Biologie, Naturphänomene und Technik (BNT) in Klasse 5 und 6 sowie das Fach Wirtschaft in der Mittelstufe. Neu wird auch der Basiskurs Medienbildung in Klassenstufe 5 sein. Mit all den Einzelheiten beschäftigt sich das Kollegium in unterschiedlichen Gremien und bereitet sich über Fortbildungen gezielt auf die Veränderungen vor.

Darüber hinaus richtet sich unser Augenmerk in diesem Schuljahr auf den Fortgang unseres Mittelstufenkonzeptes in dem neuen Jahrgangsteam in Klassenstufe 8. Drei wesentliche Punkte werden übernommen und erprobt: Die enge Zusammenarbeit der Lehrkräfte der Jahrgangsstufe und die Lehrerteambildung, die intensive Begleitung der Schülerinnen und Schüler durch Schüler-Coaching und Mentoren-System und die fächerübergreifende Projektarbeit, die das eigenverantwortliche Arbeiten der Schülerinnen und Schüler fördert. Es ist gelungen ein Lehrerteam zu bilden, das sich in einem festen Zeitfenster wöchentlich austauschen kann. Den Schülerinnen und Schülern steht das Klassenlehrerteam sowie individuell ein selbstgewählter Mentor / eine selbstgewählte Mentorin zur Seite. Als fächerübergreifendes Projekt wurde das Thema „Ungerechtigkeit in der Einen Welt“ ausgewählt. Gefreut hat uns, dass unsere Konzeption den Kultusminister interessiert hat und er persönlich gekommen ist, um sich zu informieren und mit uns ins Gespräch zu kommen über unsere Erfahrungen und Ideen.

Zum ersten Mal erproben wir in Klassenstufe 8 und in Klassenstufe 5 den Einsatz eines Schuljahresplaners. Die Rückmeldungen bestärken uns, daran festzuhalten und den Planer weiter zu optimieren. Er erleichtert den Schülerinnen und Schülern die Orientierung und fördert die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Eltern.

Nach intensiver Vorplanung wird in diesem Schuljahr unser verbessertes Förderkonzept Schüler helfen Schülern (ShS) im Fach Mathematik angeboten. Ältere geben Jüngeren Nachhilfe, wobei die Lerngruppen jeweils nur aus 1-4 Schülerinnen und Schülern einer Klasse bestehen. So können die Schülermentoren in enger Rücksprache mit den jeweiligen Fachlehrern gezielt helfen. Der Förderunterricht in Deutsch und den Fremdsprachen ist davon unabhängig und wird wie gewohnt weiterhin angeboten.

Nachdem wir sehr gute Erfahrungen gesammelt haben mit der Ausbildung von Klassensprechern und Paten für die Klassen 5, wollen wir nun das Konzept der Schulradler bei uns einführen. Im kommenden Schuljahr sollen ältere Schüler aus Klasse 9 oder 10 die neuen 5er in den ersten drei Wochen auf dem Weg mit dem Rad in die Schule begleiten und ihnen helfen, den Schulweg sicher einzuüben. Um für diese Aufgabe gut vorbereitet zu sein, finden Fortbildungen der interessierten Acht- und Neuntklässler durch den ADFC statt.

Das Konzept der Schulradler ergänzt unser Angebot als bewegte Schule. Nach dem Abschlussgespräch steht die Zertifizierung als WSB-Schule (bewegte Schule) noch in diesem Schuljahr und die Übergabe der Auszeichnung im Rahmen einer öffentlichen Feier bevor.

Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Organisation der Klassenfahrten in Klasse 8 ist die Koordinierungsgruppe für Schulentwicklung (KOG) beauftragt, ein ähnliches Konzept mit fest vorgegebenen Quartieren für die Klassenfahrten am Ende der Klassenstufe 5 zu etablieren. Außerdem beschäftigt sich die Koordinierungsgruppe mit der Weiterentwicklung des Aktionstages in Klasse 8 im Seniorenzentrum sowie mit der Ausarbeitung eines Fakten-Checks für die Klassenstufe 8, mit dem Internet-Links, die Hilfen zum Umgang mit Netzwerken und neuen Medien anbieten, angeschaut, analysiert und bewertet werden.

In der Schulkonferenz haben wir uns ausführlich mit der Frage beschäftigt, wie das Abitur angemessen gefeiert werden kann ohne auszuarten. Die Abi-Streiche der vergangenen Jahre haben alle nicht mehr überzeugt. Gemeinsam mit dem aktuellen Abitur-Jahrgang wird an einem Konzept gearbeitet, das den Interessen aller gerecht wird. Aus dem Abi-Streich wird ein Spielfest für die Schule am Vormittag und eine Stufenparty des Abiturjahrgangs am Abend.

Nachdem sich eine neue Schülerzeitung mit großem Erfolg etabliert hat ist die derzeitige SMV bestrebt, die SMV-Arbeit neu zu organisieren und den Schülerrat strukturell und damit dauerhaft zu verankern.

Mit diesem Schuljahr haben wir erstmalig an der Schule eine Schulsozialarbeiterin. Nun geht es darum, das Amt zu etablieren, es mit den bestehenden Angeboten (Beratungslehrerin, Schulpfarrerin, Schulseelsorgerin, Verbindungslehrer, Klassenlehrerteams, No-blame-approach-Team, Rebound-Team) zu vernetzen und den Schülerinnen und Schülern die Unterstützungsangebote und Anlaufstellen bekannt zu machen. Dazu soll das Angebot visualisiert und großflächig im Foyer ausgehängt werden. Die Übersicht der Unterstützungsangebote soll auch in den Schuljahresplaner übernommen werden und auf der Homepage erscheinen. Zeitgleich soll ein Leitfaden zum Konfliktmanagement an der Schule vorbereitet und in den Gremien verabschiedet werden, der den Umgang mit Konfliktfällen regelt und Orientierung gibt.

Viel Zeit haben wir auch in diesem Schuljahr dem Thema Lehrergesundheit gewidmet. Der pädagogische Tag stand unter dem Thema. Er fand außerhalb der Schule statt und war mit einer Übernachtung verbunden. Unter fachkundiger Anleitung durch Herrn Ruhnau, Fachberater Gesundheitsförderung beim Staatlichen Schulamt Mannheim, wurden die Ergebnisse der copsoq-Studie ausgewertet und in Workshops Möglichkeiten vorgestellt, diskutiert und ausprobiert, im Alltag achtsam zu sein. Dabei hat sich gezeigt, dass an der Schule hervorragende Rahmenbedingungen bestehen, dass die Lehrkräfte hoch engagiert sind und dadurch individuell sehr belastet. Soweit möglich werden organisatorische Verbesserungen angegangen und weitergeführt. Besonderen Anklang fand der Yoga-Schnupperkurs. Wie so ein Angebot im Schulalltag implementiert werden kann, wird noch in diesem Sommer ausprobiert.

Im Herbst fand die Wiederholungsmessung der Evaluation WWSE (Wahrnehmungs- und werteorientierte Schulentwicklung) durch Herrn Dr. Wild statt. Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler wurden befragt. Die Ergebnisse stellte Herr Wild im Januar in den Gremien vor. Im nächsten Schritt werden Schwerpunkte von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern gesetzt und daraus die gemeinsamen Ziele für die weitere Schulentwicklung der kommenden vier Jahre festgelegt. In diesem Zusammenhang wird dann auch offiziell die Urkunde der Zertifizierung überreicht. Damit hat sich die Schule ein bundesweit anerkanntes Gütesiegel erworben.

Neben der Evaluation WWSE ist uns die jährliche Elternbefragung eine wichtige Orientierung. Sie wird seit dem Jahr 2004 – mit einer Pause im Schuljahr 2011/2012 – jährlich durchgeführt und erfolgt inzwischen digitalisiert online. Erfreulich und motivierend ist die hohe Zufriedenheit mit der Schule, die die Eltern zurückmelden.

Mit Beginn des Schuljahres beschäftigen uns als Schulgemeinschaft die Flüchtlinge, die in Heidelberg ankommen. Der Antrieb zu helfen ist an der Schule groß. Viele engagieren sich schon privat. An der Schule wird das Thema im Unterricht und in den Pausen diskutiert. In den Andachten und Gottesdiensten wird darauf immer wieder Bezug genommen. Zugleich wird nach Möglichkeiten konkreter Hilfe gesucht. So hat die Klasse 9a die Sammlung von Schulmaterial wie Heften, Stiften und Schulranzen initiiert, es gibt Kuchenverkäufe zugunsten der Flüchtlingshilfe und die Schule beteiligt sich an der Aktion "Heidelberg hilft" zur Unterstützung von unbegleiteten Kindern und Jugendlichen auf der Flucht. Ansprechpartnerinnen bzw. Koordinatorinnen all der Aktionen und Initiativen sind unsere Schulpfarrerin und unsere Schulsozialarbeiterin. Auf Initiative von Eltern haben wir schließlich einen Jungen aus dem Irak in die Klassenstufe 10 aufgenommen. Vorrangiges Ziel ist es, ihn beim Deutsch-Lernen zu unterstützen. Zugleich soll er in die Klassengemeinschaft hineinwachsen und Kontakte knüpfen. Wünschenswert wäre, wenn es gelingt, ihn am Ende des Schuljahres in die Kursstufe zu übernehmen. Wir reflektieren die Erfahrungen und wollen daraus ein Konzept für die Aufnahme und Förderung von Flüchtlingen an der Schule erstellen.

 

 

 

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2014/2015

Anknüpfend an die Zertifizierung zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sind Aktionen mit dem Jungen Theater Heidelberg geplant. Gedacht ist an einen gemeinsamen Theaterworkshop mit Jugendlichen aus Flüchtlingsunterkünften in Heidelberg sowie ein Projekt einer 9ten Klasse mit dem Jungen Theater im Kontext unseres Rebound-Programms.

Als Weiterführung unserer Überlegungen zu einem Medien-Curriculum stand der diesjährige pädagogische Tag unter dem Thema „Social-Media“. Eingeladen waren nicht nur unser Kollegium, sondern auch die Schülervertreter ab Klasse 9 und interessierte Eltern. Außerdem nahmen Vertretungen vieler Schulen im Zusammenhang der diesjährigen Tagung des Evangelischen Schulbundes Südwestdeutschland teil. Nach einem grundlegenden Einführungsvortrag über die veränderte Medienwelt haben wir uns in Arbeitsgruppen ausgesuchten Aspekten des Themas gewidmet. Die Anregungen und Diskussionen an dem Tag haben uns darin bestärkt, weiter an einem pädagogischen Konzept als Antwort auf die Herausforderungen der neuen Medien zu arbeiten. Eckpfeiler für unser Mediencurriculum sind ein Medientraining in Klasse 5 durch das Landesmedienzentrum, ein interaktiver Theaterworkshop mit der Gruppe „innocence in danger“ in Klasse 6 sowie Projekttage in Klasse 8 im Sinne eines Faktenchecks einschlägiger Webseiten mit Aufklärungs- und Hilfeangeboten. Sozusagen als Medien-Scouts sollen die 8-Klässler durch Paten aus Klasse 10 unterstützt werden. Gleichzeitig wurde das erarbeitete EDV-Konzept umgesetzt. Die Administration liegt nunmehr bei einer externen Firma. Lehrkräfte und Schülerschaft sind mit einem individuellen Zugang zum standardisierten Netzwerk ausgestattet. Neue Hardware inkl. Laptop-Wagen wurde angeschafft.

Die Zertifizierung als WSB-Schule (bewegte Schule) schreitet voran. Inzwischen sind alle Voraussetzungen erfüllt. Im hinteren Teil des Parks wurden ein zusätzlicher Kicker und eine neue Tischtennisplatte aufgestellt um das Sport-Angebot in den Pausen zu verbessern. In den Klassenräumen werden Ordner mit Anregungen für Bewegungs-/Entspannungspausen eingestellt. Im Foyer wird das Projekt anschaulich vorgestellt und beworben. Nach der Antragstellung wird im Laufe des Schuljahres die Zertifizierung erfolgen.

Die Koordinierungsgruppe hat Ideen zur Vereinheitlichung der Bewertungsmaßstäbe für GFS (besondere Schülerleistungen) zusammengestellt. In der Gesamtlehrerkonferenz wurde der Rahmen verabschiedet. Die Fachschaften haben fachspezifische Adaptionen vereinbart. Damit ist einem Wunsch der Schüler nach Transparenz und Feed-Back entsprochen. Das Procedere muss sich nun bewähren.

Die Koordinierungsgruppe hat sich auch nochmals um den Förderunterricht in den Hauptfächern gekümmert. Diejenigen, die am Förderunterricht teilnehmen, geben eine positive Rückmeldung. Er wird aber noch zu wenig genutzt. Einerseits ist dieses Angebot unter Schülern und Eltern zu wenig bekannt, andererseits funktioniert die Abstimmung zwischen Fachlehrkräften und Förderlehrern nicht optimal. Hier sollen konkrete Maßnahmen Abhilfe schaffen. Für die beteiligten Lehrkräfte wurde ein Informationsverfahren vereinbart. Im Elternbeirat und bei den Elternabenden wurde das Konzept nochmals explizit vorgestellt. Zudem wird der Förderunterricht nunmehr in allen Klassenstufen im Stundenplan als Angebot ausgewiesen.

Festgehalten wird in diesem Schuljahr an der wechselseitigen Hospitation im Kollegium. Die Tandems vereinbaren Termin und Beobachtungsauftrag und tauschen sich über die Hospitation aus. Die Fachschaften arbeiten weiter kontinuierlich an der Qualitätsentwicklung des Unterrichts. Sie analysieren die Auswertungen der Diagnose- und Vergleichsarbeiten und vereinbaren fachspezifische Ziele. Ein großes Thema in diesem Schuljahr ist die Lehrergesundheit. Die Lehrkräfte der Schule sind sehr engagiert, aber auch sehr belastet. Unterricht, Schüler- und Elterngespräche, Lerngänge und Exkursionen, Wettbewerbe, Austausche, außerunterrichtliche Aktivitäten, … – die Palette der Anforderungen ist reichhaltig. Zugleich erfordert der Unterstützungsbedarf der Schülerinnen und Schüler und die erzieherische Arbeit mit den Klassen immer mehr Aufmerksamkeit und Zeit. Manches an Belastungen ist sicherlich auch selbstgemacht, wenn z.B. Absprachen im Team nicht eingehalten werden. Das soll und muss sich ändern. Um die Belastung zu verringern, wurden einvernehmlich mit der Mitarbeitervertretung die Konferenzabläufe und die Konferenzdichte verändert. Gleichzeitig wird im Kollegium zusammengestellt was es an Aktivitäten im Verlauf eines Schuljahres gibt. Geplant ist, dass sich das ganze Kollegium nach 2010 erneut an der sogenannten copsoq-Umfrage personenbezogenen Gefährdungserhebung des Kultusministeriums beteiligt, um die individuelle Belastung wie auch die allgemeine Situation an der Schule zu erheben. Mit Hilfe einer externen Beratung durch Herrn Ruhnau, Fachberater Gesundheitsförderung beim Staatlichen Schulamt Mannheim, soll auf der Basis geklärt werden, welche Maßnahmen im Blick auf eine gute Balance sinnvoll wären. Denn unser Team soll gesund bleiben und auch morgen noch engagiert und mit Freude das vielfältige Schulleben mitgestalten.

In diesem Schuljahr läuft das Mittelstufenprojekt in Klasse 10. Das Projekt wurde von Anfang an durch ein Team der Universität begleitet. Am Ende des Schuljahres und damit am Ende des Projektes steht eine abschließende Evaluation. Die positiven Impulse des Projektes sollen nun in den Regelbetrieb übernommen werden. Dies sind v.a. drei Dinge: Die Teamarbeit, das Mentoren-System und die Projektarbeit. In diesem Schuljahr hat sich eine Gruppe von Lehrkräften gefunden, die sich vorstellen können, als Jahrgangsstufenteam die 8ten Klassen im Schuljahr 2015/2016 zu führen. Möglichst wenige Lehrkräfte sollen mit möglichst viel Stunden in der Jahrgangsstufe unterrichten und eng zusammenarbeiten. Damit ist zugleich die Voraussetzung geschaffen, um eine intensive Begleitung der Schülerinnen und Schüler zu etablieren. Grundlage ist das Mentoren-System mit Bilanz- und Zielgesprächen wie es im Mittelstufenprojekt erfolgreich durchgeführt wurde. Die Projektarbeit soll sich auf die gesellschaftlichen Fächer konzentrieren, weil diese zur Stundentafel aller Profilklassen gehören. Hierzu gibt es zudem auch schon die Vorlagen und Erfahrungen aus dem bisherigen Mittelstufenprojekt.

 

 

 

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2013/2014

Ausgehend von unseren Ergebnissen der Evaluation WWSE stand der Pädagogische Tag in diesem Jahr ganz im Zeichen der Frage wie wir als Schule der Heterogenität in unseren Klassen und Lerngruppen begegnen. Dies berührt unterschiedliche Aspekte unserer Arbeit: Die Arbeit mit Kompetenzrastern entsprechend den neuen Bildungsplänen, die Binnendifferenzierung im Unterricht, die Teamarbeit unter Lehrerinnen und Lehrern sowie das Mentoren-System für Schülerinnen und Schüler. Diese Themenbereiche wurden in Workshops bearbeitet, um daraus konkrete Ziele für die weitere Schulentwicklung festzulegen. Konkret wurde vereinbart, aufbauend auf den Erfahrungen des Mittelstufenprojektes als nächstes erneut die Frage der Lehrerteambildung bzw. der Jahrgangsteams anzugehen.

Weiter wurde angeregt, durch einheitliche Kompetenzraster für GFS sowie einheitliche Beurteilungskriterien für mündliche Noten mehr Transparenz bei Leistungsanforderungen und Beurteilungen zu erreichen und die Feed-Back-Kultur zu verbessern. Schließlich soll die Ausbildung der Klassensprecher und 5er-Paten umgesetzt und ausprobiert werden. Einleitend haben wir uns beim Pädagogischen Tag durch Herrn Demel von der Arbeitsstelle Kooperation zum Thema Inklusion informieren lassen.

Nach den guten Erfahrungen mit dem Mittelstufenprojekt haben sich die Eltern, das Lehrerteam und vor allem die Schülerinnen und Schüler der Projektklasse für eine Fortführung des Konzeptes über die achte und neunte Klasse hinaus auch in Klasse 10 ausgesprochen. Darüber haben die schulischen Gremien zu beraten. Im Blick auf die weitere Schulentwicklung ist zu entscheiden, was aus dem Konzept des Mittelstufenprojektes ab dem Schuljahr 2015/16 in den Regelbetrieb der Schule übergehen kann. Als erstes wird erhoben, ob sich Lehrerinnen und Lehrer finden, die im Schuljahr 2015/16 in der Klassenstufe 8 als Jahrgangsteam zusammen arbeiten wollen. Im Blick auf eine verbesserte Teamarbeit und kollegiale Beratung ist in diesem Schuljahr erstmals eine wechselseitige Hospitation der Lehrkräfte eingeführt.

Die Koordinierungsgruppe kümmert sich im Auftrag des Kollegiums darum, wie sich die eingeführten Neuerungen bewähren. Im Focus steht das Konzept für den Förderunterricht in den Hauptfächern in der Unter- und Mittelstufe, die Ausbildung der Klassensprecher und 5er-Paten durch Mitarbeitende des Kinder- und Jugendwerkes der Evangelischen Landeskirche in Baden mit dem Ziel, die Jugendleiterkarte an der Schule erwerben zu können, die Einführung der Klassenlehrerstunde und des Klassenrates auch in den Klassen 7-10 sowie die Klassenfahrten in Klasse 5 und in Klasse 8. Es zeichnet sich ab, dass sich die Neuerungen bewähren und beibehalten werden. Sicher gibt es aber noch an der einen oder anderen Stelle Verbesserungsmöglichkeiten. Daran wird gemeinsam gearbeitet.

Darüber hinaus begleitet die Koordinierungsgruppe die Entwicklung weiterer Projekte. Geplant und umgesetzt wird erstmals ein Aktionstag in Klasse 8, bei dem die Klassen dem Altenheim in Wieblingen ihre Unterstützung bei Aktionen wie z.B. einer Feier oder einem Rollstuhl-Ausflug mit den Bewohnern an den Neckar anbieten. Weiter im Blick ist das Thema Soziale Netzwerke. In Klasse 6 und 7 werden in diesem Schuljahr Angebote für die Klassen und auch für Eltern ausprobiert. Danach ist zu entscheiden, was sich bewährt hat und in ein durchdachtes Konzept eingebaut wird. Heiß diskutiert wird derzeit in der Elternschaft, ob die Schule ein generelles Handy-Verbot aussprechen soll. Vielen ist das bestehende Handy-Verbot im Unterricht zu wenig, weil die Nutzung der Handys in den Pausen zunimmt. Dieses Thema wird die schulischen Gremien beschäftigen.

Bewegung tut gut. Sowohl in den Pausen wie auch im Unterricht. Wir verfolgen weiter das Ziel, die Kriterien aus dem Programm WSB - Bewegte Schule umzusetzen. Anregungen zur Bewegung im Unterricht werden derzeit zusammengestellt, Materialien angeschafft, Möglichkeiten der Erprobung und Fortbildungen angeboten. Damit kommen wir der Umsetzung der Idee einer bewegten, bewegungsfreudigen Schule wieder ein Stück näher.

Die Schulkonferenz hat in diesem Schuljahr unsere seit langem gültige Suchtmittelvereinbarung überarbeitet und verabschiedet. Sie gibt unter dem Motto „Helfen statt Strafen“ mit einem detaillierten Stufenmodell Orientierung. Das Thema Sucht und Drogen wird thematisiert in Klasse 7 im Rahmen des Biologie-Unterrichts und dann in Klasse 9 im Rahmen des Rebound-Projektes. Hier wird die Suchtmittelvereinbarung in ihrer Kurz- und Langfassung ausführlich besprochen.

Erstmals werden wir ab diesem Schuljahr als frisch anerkanntes Prüfzentrum nicht nur die Ausbildung sondern auch die Prüfungen zum europäischen Computerführerschein ECDL an unserer Schule durchführen. Darüber hinaus arbeiten wir an einem EDV-Konzept für die Schule mit dem Ziel, die vorhandenen Computerräume auf den neuesten Stand zu bringen, die Nutzung komfortabler zu gestalten, die Wartung und Betreuung effektiver zu machen und der Datensicherheit Rechnung zu tragen. Dazu werden Arbeitsfelder nach außen vergeben.

Im Rahmen unserer Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen haben wir die Sanierung des Schlosses abgeschlossen und mit einem Aufzug den barrierefreien Zugang zu unseren naturwissenschaftlichen Räumen im Schenkelhaus und den Sprachfachräumen im Walzhaus hergestellt. Damit besteht in der Schule überall da, wo es möglich ist, Barrierefreiheit.

Wie kaum zuvor wird unser Mittagessensangebot genutzt. Um dem Ansturm Rechnung zu tragen, wurden zusätzliche Räume im Schloss für das Mittagessen umgewidmet. In diesem Zusammenhang haben wir uns über die Anerkennung und Auszeichnung der RNZ gefreut, die das schulische Essensangebot in der Region getestet und uns Bestnoten verliehen hat.

Schließlich arbeiten die einzelnen Fachschaften kontinuierlich weiter an der Qualitätsverbesserung im Unterricht.

Durch eine Initiative der SMV hat sich die Schulgemeinschaft auf den Weg zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gemacht. Als Pate konnte das Junge Theater Heidelberg gewonnen werden. In einem breit angelegten Projekttag hat sich die Schule in Kooperation mit dem Jungen Theater und zahlreichen Gästen / Experten mit dem Thema Ausgrenzung und Vorurteilen beschäftigt. Im Rahmen der Vollversammlung wurde dann anerkennend das Zertifikat von Leonie Großmann, Koordinatorin vom Schulnetzwerk gegen Rassismus, verliehen. Die Schulgemeinschaft hat sich verpflichtet, das Thema im Blick zu behalten und jährlich klassenweise oder als gesamte Schule Aktionen durchzuführen. Federführend ist die SMV und die Fachschaft Gemeinschaftskunde. So soll Kontinuität und Nachhaltigkeit erreicht werden.

 

 

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2012/2013

Mit dem Schuljahr 2012/2013 ist unsere Schule eine reine G8 Schule, d. h. das Abitur wird nach 8 Jahren am Gymnasium erreicht. Die reduzierte Schülerzahl von zuletzt 933 auf nunmehr 849 ist im Schulalltag deutlich zu spüren. Es bewegen sich nicht mehr so viele Menschen auf dem Schulgelände. Dadurch ist es ruhiger und entspannter geworden.

Die Sommerferien wurden genutzt, um die Sportanlagen im Park zu erneuern. Im hinteren Teil des Parks ist ein hochmodernes Multifunktionssportfeld entstanden, eine neue Sprunganlage, eine neue Laufbahn und – an der Stelle wo die Container der Grundschule standen – ein neues Beachvolleyball-Spielfeld. Um den Schülerinnen und Schülern weitere Bewegungsangebote in den Pausen und Freistunden zu verschaffen, wurde ein Boulder-Felsen errichtet und ein Schachfeld angelegt.

Der Park, der als Naturdenkmal mit einigen unter Naturschutz gestellten Bäumen besonderer Pflege bedarf, wurde unter landschaftsgärtnerischen Gesichtspunkten bearbeitet. Morsche und zu eng gewachsene oder wild ausgesäte Bäume mussten gefällt werden, naturbelassene Zonen für Biotope wurden ausgewiesen und für einen Park typische Sträucher in den Blickachsen angepflanzt. Schließlich wurde die Grünfläche geebnet und neu eingesät.

Mit einer Klassenstufe weniger, sind Klassenräume frei geworden. Anlass, das Raumkonzept zu überdenken und mit diesem Schuljahr umzusetzen. Aus dem Walz-Haus ist ein Sprachenhaus mit Fachräumen für Latein, Englisch, Spanisch und Französisch sowie Geschichte/Gemeinschaftskunde entstanden, ausgestattet mit modernster Technik und fachspezifischen Materialien. Im Hampe-Haus ist ein zusätzlicher Aufenthaltsraum für Schüler – vergleichbar der Thadderia – und ein Arbeitsraum für die Oberstufe eingerichtet worden. Im Haupthaus schließlich wurde ein zweiter Fachraum für die Erdkunde und ein zusätzliches Arbeits-Lehrerzimmer geschaffen.

Mit Beginn des Schuljahres werden die Neuerungen ausprobiert, die im vergangenen Schuljahr in den Gremien vereinbart wurden. Die Koordinierungsgruppe sammelt die ersten Rückmeldungen und erstattet in den Gesamtlehrerkonferenzen regelmäßig Bericht.

Dies betrifft die Änderung im Sprachprofil, Klassenlehrerstunden auch in Klasse 7-10, das Fach Soziales Lernen in Klasse 5, das neue Mittelstufenkonzept, die Neuregelung der Methodentage sowie das Fahrtenkonzept für die Klassen 8.

Das Mittelstufenkonzept wird als einzigartige Innovation besonders intensiv begleitet. Schulleitungsrunde und Koordinierungsgruppe treffen sich regelmäßig mit dem verantwortlichen Team. Dieses selber arbeitet intensiv an der Umsetzung (Erarbeitung von Kompetenzrastern und Projekten, Begleitung der einzelnen Schülerinnen und Schüler durch Beratungs- und Orientierungsgespräche, Klassenrat, AG-Angebote) und nimmt sich viel Zeit für Teamsitzungen und Gespräche mit Eltern und Schülern. Es erfährt in dieser anstrengenden Startphase Unterstützung durch Supervision. Evaluiert wird das Projekt durch Umfragen Seitens der Universität Heidelberg. Diese Erhebungen sind  wichtig, um später über den Fortgang und die Effekte des Konzeptes auf die ganze Schule entscheiden zu können.

Eine Mittagsschiene wurde gegen Ende des vergangenen Schuljahres nicht weiter verfolgt. Es gab keine eindeutige Mehrheit dafür. Stattdessen sind ausgehend von den Rückmeldungen der Schüler und Eltern Förderstunden in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Latein, Französisch und Spanisch eingeführt. Mit Rücksprache der Fachlehrer können Schüler freiwillig daran teilnehmen und Defizite niederschwellig und zeitlich befristet unter fachkundiger Anleitung aufarbeiten.

Noch nicht eingeführt, aber in diesem Schuljahr weiter diskutiert und erarbeitet werden die Ideen zur Medienerziehung, des Aktionstages in Klasse 8 sowie der Einführung eines Streitschlichterprogramms. Noch in Bearbeitung ist das neue Schulprogramm, das die vielen Neuerungen abbilden soll. Die Schulkonferenz informiert sich fortlaufend über die aktuellen Projekte der Schulentwicklung und beschäftigt sich mit der Überarbeitung der Suchtmittelvereinbarung.

Die Halbjahresinformationen mit der differenzierten Form des Schüler-Feed-Backs werden erstmalig digitalisiert erstellt. Basis ist ein selbst geschriebenes Programm.

Inzwischen liegt eine erste Rückmeldung zu der Evaluation WWSE (Wahrnehmungs- und werteorientierte Schulentwicklung) vor. Außergewöhnlich ist für den verantwortlichen Leiter des Instituts, Dr. Klaus Wild, die hohe Übereinstimmung von allen am Schulleben Beteiligten in der Wahrnehmung der Schule und in der Schwerpunktsetzung der weiteren Schulentwicklungsarbeit. Die Ergebnisse zeigen eine rundherum große Zufriedenheit mit der Schule.

  • Im Einzelnen hat das Kollegium die Wichtigkeit der kollegialen Zusammenarbeit v. a. in Fragen des Unterrichts, der kritischen Bewertung des eigenen Unterrichtens und der gegenseitigen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern hervorgehoben. In den Blick genommen werden sollten die Klarheit der Ziele und die Überprüfung, ob diese auch erreicht werden.
  • Bei den Eltern wird festgehalten, dass die Schülerinnen und Schüler gerne an die Schule gehen, dass der Umgang miteinander wichtig genommen wird, dass Schülerinnen und Schülern bei Lernschwierigkeiten geholfen wird und dass die sozial-emotionale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler gefördert wird. In den Blick genommen werden sollte die Überprüfung, ob die gesetzten Ziele erreicht werden.
  • Die Schülerinnen und Schüler haben die gute Beziehung zu den Lehrkräften und die Atmosphäre an der Schule hervorgehoben. Sie nehmen wahr, dass sich Lehrkräfte um die Unterstützung und Förderung von Schülern kümmern und mit den Klassen bzw. Kursen oft zum Lernen aus der Schule herausgehen. Sie wünschen sich, dass Kritik seitens der Schüler noch ernster genommen wird und Konflikte zwischen Schülern und Lehrkräften offen angesprochen und geklärt werden.

Der pädagogische Tag wurde in diesem Schuljahr genutzt, um im Oktober als komplettes Kollegium am Bildungskongress der Evangelischen Landeskirche in Karlsruhe teilzunehmen. Gelegenheit, nach zwei Jahren intensiver Schulentwicklungsarbeit an der eigenen Schule wieder über den Tellerrand zu schauen und Anregungen aufzunehmen. In vielen Bereichen war das Gehörte eine Bestätigung der eigenen Schulentwicklungsarbeit, insbesondere was die Bedeutung der Lernatmosphäre, der Bemühung um eigenverantwortliches Lernen und der Beziehungsarbeit an der Schule anbelangt.

Zu Beginn des Schuljahres wurde unsere Schule als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. Damit wird honoriert, dass wir in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik einen besonderen Schwerpunkt legen. Dies betrifft die Unterrichtsqualität, das AG-Angebot, die besondere Förderung von Schülerinnen und Schülern, die Teilnahme an Wettbewerben sowie nicht zuletzt die gute räumliche und technische Ausstattung.

Aktuell sind wir bemüht, auch die Auszeichnung als Bewegte Schule zu erlangen. Die Bewerbung läuft. Viele der notwendigen Kriterien (u. a. ausgewogenes Nahrungsangebot durch Mittagstisch und Cafeteria, rhythmisierter Schulalltag / Doppelstundenmodell, Bewegungsräume auf dem Schulgelände, viele Schülerinnen und Schüler, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Schule kommen, breites AG-Angebot im Bereich des Sports, Teilnahme an Sportwettbewerben) erfüllen wir schon seit vielen Jahren. Was noch ausbaufähig wäre, ist die Implementierung von Bewegung im Unterricht.

Auch in diesem Schuljahr wird die Qualitätsentwicklung im Unterricht weiter geführt. Inzwischen sind alle Fachschaften mit dem Thema beschäftigt. Auf der Grundlage, was ihnen wichtig ist und was sie gut machen, wird überlegt und vereinbart, mit welchen konkreten Maßnahmen eine Verbesserung der Qualität des Unterrichts erreicht werden kann.

 

 

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2011/2012

Nachdem im Laufe des vergangenen Schuljahres die zahlreichen Projektgruppen ihre Vorschläge und Ergebnisse in der Koordinierungsgruppe (KOG) vorgestellt haben, dient der pädagogische Tag zu Beginn des Schuljahres 2011/2012 der ausführlichen Diskussion der Überlegungen. Sie konzentrieren sich auf drei Bereiche:

  • Überarbeitung und Ergänzung des bestehenden Schulcurriculums
  • Überlegungen zur Raumnutzung
  • Ideen zur Rhythmisierung des Unterrichtstages und Einbindung von AGs und weiteren Angeboten in eine Mittagsschiene.

Die ausführliche Diskussion bereitet die schulinternen Abstimmungen in den verschiedenen Gremien vor. Gesamtlehrerkonferenz (GLK) und Schulkonferenz fassen daraufhin u.a. folgende Beschlüsse:

  • ein Willkommenskonzept für die neuen Klassen 5
  • Methodentage zu Beginn der Kursstufe
  • eine neue Fahrtenregelung für die Klassen 5 und 8
  • Klassenlehrerstunden von Klasse 5-10
  • eine verpflichtende Informationseinheit zum Thema "Soziale Netzwerke" - Chancen, Risiken, Gefahren in Klasse 6 und/oder 7
  • einen Aktionstag in Klasse 8
  • die Einführung eines Streitschlichterkonzeptes
  • die Einrichtung eines Sprachenhauses mit Fachräumen für die modernen Fremdsprachen und Latein
  • die Qualifizierungsmöglichkeiten ECDL (europäischer Computerführerschein) und Sprachdiplome in Englisch, Französisch und Spanisch (wie z.B. DELE, DELF, Cambrigde Certificate) als feste Bestandteile des Schulangebotes.

Eine Abstimmung über die Mittagschiene kann noch nicht stattfinden. Die Koordinierungsgrupppe (KOG) braucht Zeit, um alle Ideen des pädagogischen Tages und der Elternbefragung zu sichten und in ein erweitertes bzw. modifiziertes Modell einzubauen, das diskutiert und dann letztlich zur Abstimmung vorgelegt wird.

Gleichzeitig hat sich die Schule in Absprache mit den anderen Schulen der Schulstiftung entschlossen, an der Evaluation WWSE (Wahrnehmungs- und werteorientierte Schulentwicklung) des Instituts für Schulentwicklung und Evaluation der Universität Erlangen-Nürnberg teilzunehmen. Mit speziellen, in der Begleitung vieler Schulen bewährten Fragebögen konnten Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler aller Stufen sowie die Eltern ihre Einschätzung zur realen Schule im Vergleich zu eigenen Vorstellungen einer idealen Schule abgeben. Die externe Auswertung der Fragebögen ist Grundlage der weiteren Schulentwicklung und wird im Sommer in der Schule vorgestellt. Auf Initiative des Gesamtelternbeirates in Heidelberg beteiligt sich die Schule an einer Umfrage zur Nachhilfesituation. Um nicht zu viele Befragungen in einem Schuljahr stattfinden sollen, wird die traditionelle Elternbefragung, die seit dem Jahr 2004 jährlich durchgeführt wurde, in diesem Jahr ausgesetzt.

Darüber hinaus wird beschlossen, die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Feed-Back-Kultur aufzugreifen. Schon zum Schulhalbjahr wird statt der klassischen Halbjahresinformationen eine nach Fächern und den Kategorien "Entwicklung, Mitarbeit/Einsatz, Verhalten, Vor- und Nachbereitung" differenzierte Halbjahresinformation herausgegeben. Sie soll helfen, Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern ein detailliertes Feed-Back zu geben.

Eine weitreichende und intensiv diskutierte Entscheidung betrifft die Änderung des Sprachprofils der Schule. Nach reiflicher Überlegung wird beschlossen, ab dem kommenden Schuljahr 2012/2013 beginnend bei den neuen 5ten Klassen nicht mehr das grundständige Latein in dem Profil Latein-Englisch-Französisch anzubieten. Stattdessen wird es nunmehr zwei Klassen mit dem Profil Englisch-Latein und der Wahlmöglichkeit in Klasse 8 zwischen Französisch und Spanisch sowie zwei Klassen mit dem Profil Englisch-Französisch und der Wahlmöglichkeit in Klasse 8 zwischen Spanisch und NWT geben. So beginnen alle Schülerinnen und Schüler bei uns anknüpfend an die Grundschule mit Englisch als erster Fremdsprache. Es bleibt dabei: Die zweite Fremdsprache wird bei uns erst in Klasse 6 eingeführt. Alle Klassen haben nunmehr eine Wahlmöglichkeit ab Klasse 8. Da es im achtjährigen Gymnasium unmöglich ist, bis zur Mittleren Reife Ende Klasse 10 das Große Latinum abzulegen, entfällt ein wichtiger Grund, das grundständige Latein beizubehalten. Demgegenüber erscheint es wichtig, pädagogisch die Möglichkeit zu haben, bei Bedarf die Klasse auch wechseln zu können. In der Kursstufe wird weiterhin ein vierstündiger Latein-Kurs angeboten, so dass an unserer Schule nach wie vor auch das Große Latinum erworben werden kann.

Die Arbeitsgruppe Mittelstufenkonzept legt ihre Ergebnisse vor. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich Schülerinnen und Schüler in der Mittelstufe immer wieder mit dem klassischen Unterricht schwer tun oder individuelle Förderung bzw. Freiraum zu selbständigem Lernen vermissen. Mit dem Mittelstufenprojekt soll der Schulunlust in der Pubertät und dem Wunsch nach mehr eigenständigem Arbeiten mit einem handlungsorientierten und auf eine enge Lehrer-Schüler-Beziehung aufbauenden Konzept begegnet werden. Das Konzept hat bei allen am Schulleben beteiligten Gruppen und in den Gremien Zustimmung gefunden. Der zusätzliche Profilzug soll ab dem kommenden Schuljahr als Pilotversuch in Klasse 8 für die Schülerinnen und Schüler im NWT-Zug (Englisch – Französisch – NWT). In einem Logbuch sind zur Orientierung und Information die Details des Konzeptes zusammen gefasst.

In diesem Schuljahr wird die Qualitätsentwicklung im Unterricht weiter geführt. Nach den Fachschaften Mathematik, Deutsch und Musik beschäftigen sich nun die Fachschaften Englisch, Bildende Kunst, Religion, Physik und Biologie mit dem Thema. Sie sollen festhalten, was ihnen wichtig ist, was sie gut machen, wo Defizite wahrgenommen werden und welche konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Unterrichts eingeleitet werden sollen.

Schließlich ist die Schule seit dem Schuljahr 2011/2012 Kooperationsschule des theaterundorchesterheidelberg. Ziel der Kooperation mit dem Theater ist es, dass jede Schülerin und jeder Schüler unserer Schule einmal im Schuljahr eine Vorstellung des Theaters und Orchesters Heidelberg besucht. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler im Klassenverband bzw. in ihren Kursen nicht nur Vorstellungen aus allen Sparten des Theaters und Orchesters Heidelberg zugänglich gemacht werden. Das Theater gewährt auch einen Blick hinter die Kulissen und bietet eine spezielle theaterpädagogische Begleitung.

 

 

 

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2010/2011

Der pädagogische Tag zu Beginn des Schuljahres steht unter dem Thema "Aus den Wurzeln in die Zukunft". Er knüpft an den 120. Geburtstag von Elisabeth von Thadden an und steht ganz im Zeichen der Vergewisserung. Ausgehend von den Vorstellungen von Elisabeth von Thadden wird die Überarbeitung des Leitbildes aus dem Jahr 2003 in Angriff genommen. Das neue Leitbild wird zum Ende des Schuljahres mit großer Mehrheit von den Gremien verabschiedet. Daran anlehnend wird auch die Aktualisierung des Schulprogramms angegangen. Schließlich wird die Zukunftsperspektive der Schule beraten. In einem ersten Stimmungsbild votieren die meisten für ein G8-Modell im Sinne eines ungebundenen Ganztagesbetriebs.

Außerdem werden Arbeitsgruppen eingerichtet, die gezielt Aspekte des zukünftigen G8-Konzeptes erarbeiten sollen. Es sind dies Arbeitsgruppen zu den Themen Mittelstufenkonzept, Studienfahrten, Fahrtenregelung, Alternative Unterrichtswoche, Förderangebote, Methodencurriculum, Raumkonzept, Mittagsschiene. Nach und nach legen die Arbeitsgruppen ihre Vorschläge der Koordinierungsgruppe und dann der Gesamtlehrerkonferenz vor. Ziel ist es, im kommenden Schuljahr die Vorschläge entscheidungsreif ausgearbeitet zu haben.

Nach der Konzeptphase wird das Rebound-Projekt in einer 9ten und einer 10ten Klasse durchgeführt. Dazu bilden sich zwei Tandems, die mit Unterstützung des Rebound-Teams die Konzeption umsetzen, reflektieren und beständig überarbeiten. Weiter geführt wird auch das Pilotprojekt ECDL (europäischer Computerführerschein) in Kooperation mit der Firma ABB. Neu hinzu kommen Arbeitsgruppen zum Thema Prävention und Umgang mit Mobbing (No blame Approach) sowie ausgehend von der diesjährigen Schulbundtagung eine Arbeitsgruppe zum Thema Feed-Back-Kultur im Sinne eines Lehrer-Schüler/Schüler-Lehrer Feed-Backs.

Klar ist: Auch wenn die Rahmenbedingungen stetig bedacht, verändert und verbessert werden, Zentrum der Schule ist der Unterricht. Deshalb ist die Qualitätsentwicklung im Unterricht von besonderer Bedeutung. Es wird beschlossen, dass alle Fachschaften sich nach und nach dem Thema widmen. Sie sollen festhalten, was ihnen wichtig ist, was sie gut machen, wo Defizite wahrgenommen werden und welche konkreten Maßnahmen eingeleitet werden sollen. Den Beginn machen die Fachschaften Mathematik, Deutsch und Musik.

Noch zum Ende des Schuljahres wird aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Rebound-Projekt beschlossen, dieses von der Pilotphase in einen festen Bestandteil des Schulcurriculums zu überführen. Es soll zukünftig in allen 9ten Klassen im zweiten Halbjahr durchgeführt werden. Die beteiligten Lehrkräfte werden entsprechend vorbereitet und geschult. Außerdem wird beschlossen, die Inhalte des Faches Lernen Lernen in Klasse 5 schwerpunktmäßig an den Fachunterricht anzubinden. Dies soll die Nachhaltigkeit fördern. Gleichzeitig wird in Klasse 5 das Unterrichtsfach Soziales Lernen eingeführt. In einer Pilotphase im Schuljahr 2011/2012 werden Inhalte ausprobiert und erste Erfahrungen gesammelt. Da auch das Modell No blame Approach überzeugt hat, wird beschlossen, es ab dem kommenden Schuljahr 2011/2012 anzuwenden und eine verantwortliche Lehrkraft zu benennen.

 

 

 

Arbeitsfelder der Schulentwicklung im Schuljahr 2009/2010

Das Schuljahr beginnt mit einem Pädagogischen Tag zum Thema "Respekt und Umgang an der Schule". Ziel ist es, Ergebnisse möglichst schon gleich im Schuljahr umzusetzen. Zum Pädagogischen Tag werden alle Klassen- und Kurssprecher sowie die Vertretungen eingeladen. Die Ergebnisse werden dann in den Klassen über sie weiter gegeben und mit den Klassenlehrerteams diskutiert. Im Kontext dieser Diskussionen wird von der Gesamtlehrerkonferenz (GLK) beschlossen, dass ab dem neuen Schuljahr zu Beginn mit den Klassen Regeln erarbeitet und im Klassenraum für alle sichtbar ausgehängt werden. So kann die Klasse sich selber im Laufe des Schuljahres immer wieder selber an die vereinbarten Regeln erinnern und auch daran erinnert werden.

Damit einhergehend werden zusätzliche pädagogische Konferenzen im November/Dezember eingeführt, um frühzeitig und unabhängig von den Notenkonferenzen Entwicklungen in den Klassen zu beraten und einzelne Schülerinnen und Schüler gezielt in den Blick nehmen zu können.

Neben der pädagogisch-erzieherischen Arbeit mit den Klassen rückt die Frage der Unterrichtsqualität in den Blick. Ausgiebig wird beraten, ob die Schule an dem Modell QuS (Qualität in Schule und Unterricht) teilnimmt. Letztlich entscheidet sich die GLK dagegen, sieht aber die Chance, die in gegenseitiger Hospitation liegt. Einzelnen Teams wird unter einem bestimmten Thema die Möglichkeit eingeräumt, dies zu tun.

Die Schule nutzt Angebote und Gelegenheiten, in Kooperation mit außerschulischen Partnern neue Projekte ins Leben zu rufen. Sie beteiligt sich bei der Erarbeitung des Rebound-Projektes zusammen mit dem Zentrum für Psychologische Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg. In dem Programm geht es einerseits darum, eigene Stärken, Ressourcen und Potentiale wahrzunehmen und noch besser auszubauen und andererseits um eine Stärkung im Umgang mit Alkohol und anderen Drogen. Außerdem wird in der Schule zusammen mit der Firma ABB ein Konzept entwickelt, um Schülerinnen und Schüler zum Europäischen Computerführerschein (ECDL) zu führen. Mit einer ersten Gruppe sollen Erfahrungen gesammelt werden, in wie fern der ITG-Unterricht an der Schule Module des ECDL vorbereiten kann.

Ausgehend von der jährlichen Schulbundtagung wird schließlich gemeinsam mit den Partnerschulen in der Schulstiftung überlegt, wie ein neues Mittelstufenkonzept aussehen könnte. Ziel ist es, gerade in der Mittelstufe eine Art von Unterricht und Schule anzubieten, die Jugendlichen – v.a. Jungen – entgegen kommt, die bei dem normalen System nicht zum Zuge kommen.

Ausführlich wird von der Koordinierungsgruppe die Evaluation des AoU-Modells (Aufgabenorientierter Unterricht) betrieben. Aufgrund der Ergebnisse beschließt die Gesamtlehrerkonferenz eine leichte Modifizierung: In Klasse 7 ist ein sanfter Einstieg mit einer gezielten Einführung und Einübung in das Modell notwendig. Außerdem hat sich gezeigt, dass es möglich sein muss, aus pädagogischen Gründen das Modell phasenweise in einer Klasse auszusetzen.

Im Vorausblick auf das kommende Schuljahr beschließt die Gesamtlehrerkonferenz schließlich, nach dem Umzug der Grundschule wieder eine gemeinsamen Mittagspause einzurichten.

Nach langen Gesprächen mit Schülern, Eltern und dem Kollegium wird beschlossen, die doppelte Kursstufe in den Hauptfächern Deutsch und Mathematik streng nach Jahrgangsstufen getrennt und in den übrigen Fächern mit behutsamen Angleichungen weitgehend getrennt zu unterrichten.

 

 

 

Weitere Schritte der Schulentwicklung im Schuljahr 2008/2009

Im Schuljahr 2008/2009 hat die Koordinierungsgruppe (KOG) ihrem Auftrag gemäß weiter gearbeitet. Die Gesamtlehrerkonferenz beschließt, an dem Projekt "Aufgabenorientierter Unterricht" (AoU) in Klasse 7-9 festzuhalten, das Projekt aber nicht auf Klasse 10 auszudehnen. Alle Fachschaften beschäftigen sich ausgiebig mit der Frage des aufgabenorientierten Unterrichtens und der damit verbundenen weiter entwickelten Art des Unterrichtens. Im Rahmen dieses Projektes werden im Verlauf des Schuljahres klassenübergreifend und nach Leistungsgruppen orientiert neue Wege individueller Förderung ausprobiert. Vor allem die Fachschaft Mathematik wirkt hier federführend.

Im Rahmen von pädagogischen Tagen und in zahlreichen Sitzungen wird über Eckpfeiler eines G8-Konzeptes am Thadden beraten. Nach langer Diskussion wird von der Gesamtlehrerkonferenz (GLK) beschlossen, im Schuljahr 2009/2010 für das Mittagessen eine doppelte Mittagessenszeit einzurichten. So können die anwachsenden Essenszahlen bewältigt werden. Die Klassen 9 und 10 werden vorgezogen essen. Ihr Unterrichtstag verlängert sich dadurch nicht. Das Modell der doppelten Mittagessenszeit bietet zukünftig die Möglichkeit, zukunftsweisend erste Schritte im Blick auf eine neue Rhythmisierung des Tagesablaufes mit einer Mittagsschiene auszuprobieren, die Zeit für außerunterrichtliche Angebote und individuelle Fördermaßnahmen bietet.

Die von der Fremdevaluationskommission angesprochene Frage der Verbindlichkeit von Absprachen und der Übernahme von Verantwortung aller steht bei der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen im Blickfeld.

Im Blick auf die Weiterentwicklung der Feed-Back-Kultur beschäftigt die Schulkonferenz, wie Kommunikation gefördert und eine angemessene Art von Feed-Back verankert werden kann. Ein Baustein ist die jährliche Elternbefragung über wichtige Aspekte des Schullebens und die Zufriedenheit mit der Schule durch den Elternbeirat.

 

 

 

Erste Reaktion auf die Ergebnisse der Fremdevaluation im Schuljahr 2007/2008

Im Anschluss an die Fremdevaluation der Schule wird in der Schulkonferenz am Ende des Schuljahres 2007/2008 beschlossen, dass die weitere Schulentwicklung mit der neuen Schulleitung in den Gremien bedacht werden muss.

Die Koordinierungsgruppe (KOG) wird beauftragt, weiter an dem Projekt "Aufgabenorientierter Unterricht" (AoU) zu arbeiten. Auf dieser Grundlage soll die Gesamtlehrerkonferenz (GLK) über die Fortführung entscheiden. Zudem wird die Koordinierungsgruppe beauftragt, an einem Konzept für einen ganztägigen Unterrichtsbetrieb zu arbeiten. In diesen Prozess sollen wesentliche Punkte der Fremdevaluationsempfehlungen wie Fragen individueller Fördermaßnahmen und eine Strukturierung der Qualitätssicherung einbezogen werden. Die Themen Verbindlichkeit, Umgang mit Konflikten sowie Feedback-Kultur werden erst einmal zur Seite gelegt, um die neue Schulleitung abzuwarten.

 

 

 

Von den Anfängen der Schulentwicklung 2002 bis zur ersten Fremdevaluation 2008

In seinem Verlauf hat sich die Schule schon 2003 ein Leitbild gegeben und daran orientiert ein Schulprogramm entwickelt. Davon ausgehend hat die Schule an verschiedenen Punkten das eigene Konzept überdacht und verändert. Es wurde u.a. ein Doppelstundenrhythmus eingeführt, ein Methodencurriculum beschlossen, eine Fahrtenregelung getroffen und das Projekt "Aufgabenorientierter Unterricht" (AoU) auf den Weg gebracht. Diese Entwicklungsschritte wurden jeweils einer schulinternen Selbstevaluation unterzogen.

In konsequenter Fortsetzung des Schulentwicklungsprozesses hat sich die Elisabeth-von-Thadden-Schule als eine der ersten Schulen an dem staatlichen Programm der Fremdevaluation beteiligt. Die Fremdevaluation wurde im Jahr 2007/2008 vom Landesinstitut für Schulentwicklung vorgenommen. Eine Kommission des Landesinstitutes hat die Schule besucht, zahlreiche Interviews mit Mitarbeitenden, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern geführt, Unterricht beobachtet und die Gebäude inspiziert. Alle Ergebnisse wurden in einem ausführlichen Bericht festgehalten. Er umfasst nicht nur die Vorgehensweise, sondern gibt das Bild der Elisabeth-von-Thadden-Schule wieder, wie sie von der fachkundigen Expertengruppe von außen wahrgenommen wird. Der Bericht schließt mit Empfehlungen für die weitere Arbeit an der Schulentwicklung. Sie betreffen die Punkte: Verbindlichkeiten, Umgang mit Konflikten, individuelle Fördermaßnahmen, Qualitätsmanagement, Feedbackkultur und erneute Überprüfung des Methodencurriculums. Die Ergebnisse des Berichts und die Empfehlungen wurden am Ende des Schuljahres 2007/2008 schulintern bekannt gemacht. Details zur Fremdevaluation können über die Mitglieder der Schulkonferenz oder bei der Schulleitung erfragt werden.

(Dr. Heinz-Martin Döpp, Schulleiter)